Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 1 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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„wenn das wahr wäre, was die Mrche verkündigt, wenn Christi Worte die Pforte der Wahrheit wären, wenn fein Todesleiden die Sündenschuld tilgen, die Sündenstrafe bezahlen, die Sündenmacht brechen könnte, wenn die nach Frieden dürstende Seele zu seinen Füßen, an seinem Herzen den Frieden ftnden dürfte I" Wir antworten: Ts ist wahr, darum ist es herrlich. Das Neue Testament trägt nicht nur Thränen-, sondern auch Blutspuren. Ts ist nicht wie der Aoran mit dem Blut besiegter Glaubensfeinde, sondern mit dem Blut siegreicber Glaubensbekenner geschrieben, verbrieft und versiegelt worden. Zu diesem ersten Wahrheitszeugnis sind später noch unzählige hinzugekommen. Wieder und wieder haben Ströme von Märtyrerblut den Znhalt des zweiten Teils der Bibel bestätigt. Soll das alles, soll diese vielfache Beglaubigung vergeblich gewesen sein? Wir haben gute Gründe für unfern Glauben, und weil wir glauben, reden wir und bitten wir Tuch Glaubensbekämpfer aus der Beschneidung und aus der Vorhaut: Laßt Euer Wenn und Aber, Eure Zweifel und Bedenken fahren! Saget mit uns Za und Amen zu der Botschaft des Heils! Tuer Unglaube kann Tuch keine Gewißheit, geschweige denn Seelenfrieden geben. Wie unglücklich er Tuch macht, bleibt uns nicht verborgen. Ture Lippen spotten über das, was uns heilig ist, und doch seht Zhr uns oft mit tieftraurigen Augen an. Laßt Tuch von uns den Weg zum wahren Glücke, zu unserm und Tuerm Messias, zeigen und wandelt ihn mit uns! Lob, Thre und Preis fei Dir, Vater im Himmel, der Du den Heilsplan vor Grundlegung der Welt gefaßt hast! Gegrüßt seist Du, o Zesu, Du Gesalbter Gottes, der Du als der Heilsmittler auf Trden erschienen bist l Schenke und bewahre uns den Heilsglauben, o Du Geist des Vaters und des Sohnes, daß wir unser Hallelujah und unser Hosianna allezeit fröhlich bekräftigen können mit einem Amen! Vaniella. 5o heißt die Heldin einer im Bachemschen Verlage zu Aöln erschienenen, gleichnamigen, tiefergreifenden Dichtung der Freiin von Brackel. Das bereits zum viertenmal aufgelegte Werk (560 S., Preis 6 Mark) darf in den „D. T." nicht unerwähnt bleiben. Die gefeierte westfälische Schriftstellerin führt uns zuerst in eine alte deutsche Bischofsstadt. Hier lebt i. Z. 1863 die an der Grenze des Aindesalters stehende einzige Tochter des Berliner Bankiers Hirsch im Hause ihres Großvaters. Die Familie gehört dem Judentum an. Aber.der Religionsunterricht, den die Meine in Berlin erhielt, beschränkte sich darauf, ihr einige sittliche Lehren mitzuteilen, und konnte das Herz des reichbegabten, der Mutter früh beraubten Aindes nicht befriedigen. Die innere Leere soll nun die Musik ausfüllen. Die letztere wird von Daniella nockp! eifriger als zuvor gepflegt, nachdem sie durch einen katholischen Gymnasiasten, Rother, mit den feierlichen Mängen der kirchlichen Tonkunst bekannt gemacht worden ist. „Zch Hab' nichts als die Musik," äußert sie. Darum ist sie hochbeglückt, als der Schüler