Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 51 (1895)
- Issue
- 11 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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87 Sonnabend eine Bibelstunde. (Lin Lehrer, der mit seinem Bruder derselben regelmäßig beiwohnte, wurde hierdurch bewogen, an den Erlöser zu glauben und weitere Unterweisung zu suchen. Im Jerusalemer Hospital predigte ein alter, frommer proselyt durch seine Sterbensfreudigkeit von dem, der unsere Sünden auf sich nimmt und uns den Fimmel öffnet. Sein Tod machte auf 2 jüdische Stubengenossen einigen Eindruck. Getauft wurden J89^ z. B. in London und Hamburg je 6, in Aonstantinopel JO, in Jerusalem 23, in Warschau 55 Israeliten. Zu 1. Körr.»9, 27 f. und 10, 11. 22. In seinem Buch über Südafrika behauptet Miss.-Sup. Merensky, daß weder Arabien noch Indien das Ophir Salomos sein könne. Indien brauchte als Kulturland sein Gold selbst. Und das war nicht eben viel. Nach plinius wurde Gold nach Indien eingeführt. Me hätte Salomo die große Menge Goldes hier zusammenkaufen sollen? Dazu ist in der Bibel garnicht vom Kaufen die Rede. Es heißt: ,,Die Knechte Salomos gingen nach Ophir und nahmen da und brachten <*20 Talente Goldes." Das paßt auf ein Land, wo die Eingebornen den wert von Gold und Edelsteinen noch nicht kannten. Es paßt auf Südafrika. Gold ist vielen Kaffernstämmen Messing. Goldhaltig aber sind die Ouarze im Distrikte Zoutpansberg im reichen Maße. Linen der größten Diamanten, the star of South Africa, hat ein Kaffernzauberer jahrelang in seinem Ledersäckchen als Medizin am Halse getragen. Affen giebt es dort in Menge. Das Almuggimholz, der taxus dongata, ist zu Pfeilern geeignet. Die tkukkijjim sind wohl nicht Pfauen, sondern Papageien. Auf den von Manch entdeckten Ruinen von Simbaoe oder Zimbabye, über die der Entdecker zuerst an Miss. Grützner berichtete, dürfte die afrikanische Feste der Salomonischen Ophirfahrer gestanden haben. Da der Stamm von Afrika Afer ist (lat. Afer öcr Afrikaner), und da es festzustehen scheint, daß er semitischen Ursprungs ist, so ist die Annahme, daß Afrika und Gphir im Zusammenhang stehen, durchaus wahrscheinlich. Zu Kevraer ir, 14. wir haben keinen Frieden In dieser fremden Welt. Wir haben nichts hienieden, was uns're Seelen hält. Nrin, hier ist unsers Bleibens nicht, Wo stets der Tod die Blumen In ihrer Blüte bricht. wir haben bloß zu wandern Durch dieses fremde Land, von eincm Ort zum andern, Den Stab in uns'rer Hand, wir ziehen ohne Rast und Ruh' Durch dieses Lebens wüste Dem heil'geu Lande zu. wir suchen Zions Höhen In Himmelsherrlichkeit, Die niemand noch gesehen Im Leibe dieser Zeit, von ferne schauen wir nur hier Die gold'ne Gasse blinken Und sehnen uns nach ihr. Das wird ein Jubel werden, Dort oben einzuzieh'n Und frei von den Beschwerden Ewig vor Gott zu blüh'n! Da wird die Trübsal dieser Zeit Uns reichlich einst ersetzet Mit ew'ger Herrlichkeit. (O. Schott.) Aus der jüdischen Presse. Ich würde vor allem die herrlichen \5 Glaubensartikel des Maimonides . . an die Spitze des Gebetbuchs setzen . . und auch den j(5. Psalm . . aufnehmen . . Nähme man dazu noch das Schema-Gebet.. und einen Auszug aus dem Achtzehn- Gebet, so wäre das . . genügend für ein tägliches Gebet . . Der predigt unserer Rabbiner fehlt eins, das uns entschieden not thut . . Ich meine nicht die Form der Predigt, . . sondern ihren Inhalt . . Es bilden vorzüglich 2 Themen den Hauptinhalt der meisten jüdischen Predigten: die Bedeutung der jüdischen Religion