Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 51 (1895)
- Issue
- 9 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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69 den natürlichen Widerwillen gegen das Wort vom Aren; ((. Uor. J, 1(8), die Unzufriedenheit Eurer Angehörigen und Freunde, sowie das Ärgernis, welches viele sog. Christen durch ihren Lebenswandel geben. Aber laßt Euch nicht von diesen Anstößen überwinden, sondern überwindet siel Eure Vorfahren brachten am Ostthor des nachexilischen Tempels ein Reliefbild der Stadt Susa an, um ihre Dankbarkeit gegen die Perser auszudrücken, welche sie aus der Gefangenschaft entlassen und befähigt hatten, des HErrn Haus wiederaufzubauen. Ihr aber, nehmet doch, wir bitten Euch, das Bild Jesu in Eure Herzen auf, des Hohenpriesters aus dem Stamme Juda, des zweiten Ulelchisedek, und bringet so Euren Dank für die größte Befreiungsthat dar, welche Eurem Volk und allen Völkern der Erde widerfahren ist! E. Luthardt über Nöm. 11, 25 ff. In seiner Auslegung des Römerbriefs (2. Aufl. (895) bemerkt der bekannte Leipziger Professor zu der obigen Stelle: „Als ein Geheimnis bezeichnet der Apostel, was er hier vom schließlichen Ausgang der Geschichte Israels sagt. Denn daß die Heidenwelt Israel vorankommen, dieses jener folgen werde, konnte nach den alttestamentlichen Weissagungen nicht erwartet werden . . Israel steht allerdings unter dem Gericht der Verstockung, aber nur teilweise. Paulus und die erste Gemeinde sind ja aus Israel . . Und sodann erstreckt sich dies Gericht bis zu einem Zeitpunkt, mit welchem es aufhören wird: bis dahin, daß die (von Gott bestimmte) Fülle der Völkerwelt eingegangen sein wird in die Gemeinschaft der neutestamentlichen Heilsgemeinde . . Jene besondere verstockende Wirkung Gottes auf die ganze innere seelische Stimmung und Haltung des Volkes, unter deren Zornesgericht jetzt augenscheinlich Israel steht, wird weichen und damit ein neuer Abschnitt der Geschichte Israels eintreten. „Und so", nämlich daß jenes Gericht zu seinem zeitlichen Ziel gelangt sein und somit aufgehoben werden wird, „wird nun auch Israel an die Reihe kommen. Unter den gegenwärtigen Umständen ist es immer nur Gewinnung von einzelnen; unter jenen Umständen wird Israel als ein Ganzes des Heils teilhaftig werden und eine Heilszeit für dasselbe eintreten." . . Wie der Apostel früher (Vs. (() gesagt: „Das Heil ist den Heiden zuteil geworden", so sagt er hier: „Israel wird zum Heil kommen." Wie er dort von der Völkerwelt als einem Ganzen gesprochen, so spricht er hier von Israel als einem Ganzen. Während jetzt die einzelnen Israeliten, welche Christen werden, sich von ihrem Volke lösen müssen, um Glieder der Gemeinde Jesu aus den Heidenvölkern zu werden, werden sie dann als Glieder ihres Volkes Christen sein, so daß sie das wahre israelitische Volk bilden, zu welchem die nichtchristlichen Glieder ihres Volkes nicht gehören . . Gott wird sein Volk Israel noch zu finden wissen. Eben das Eingehen der Völkerwelt in die Gemeinde des Heils wird jenen Eindruck auf Israel machen, welcher den Bann der Verstockung endlich von ihm nimmt. — Was der