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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 9 (1895) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
9 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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68 so das Gesetz zu Ehren bringt und alle weiteren Opfer überflüssig macht „(Ies. 53; Oft, 25). Die Karmen in Indien hoffen gemäß einer alten Überlieferung, die sich bei ihnen erhalten hat, daß am Ende der Tage ein großer Prophet mit dem verlorengegangenen Buch des Lebens zu ihnen kommen werde. Israel empfing von seinem Gott die Verheißung, daß er einen auserwählten Knecht als den Mittler des ewigen Lebens senden wollte. Längst ist der große Wendepunkt der Zeiten gekommen und in Jesu von Nazareth der verheißene Sendbote des höchsten, der, Versöhner der Menschen, erschienen. Das bezeugt vor allem die Übereinstimmung der neutestamentlichen Geschichte mit der alttestamentlichen Weissagung. Das erkennen wir aus den eigenen Worten Jesu und aus den Aussagen seiner ersten Anhänger. „Ontö8 kai alethös“ (in Wirklichkeit und in Wahrheit) ist er der Prophet, der in die Welt kommen sollte, der Freiheitsbringer, der Todesbezwinger (Ioh. 6, 7, 4;0; 8, 36; Luk. 2% 3^). Deshalb wirkt sein Blut als das rechte Sühn- und Versöhnungsmittel ((. Ioh. (, 7; (. Petri 2,2\; Köm. 3, 25; 6, 6 ff.; Gal. 3, (0 ff.; 2. Kor. 5, 0). Diese Zeugnisse der heiligen Schrift, zu denen noch die Stimmen der himmlischen Gemeinde kommen (Off. 5, 5. 9. \2; 7, (0), und aufgrund deren Israel die Messianität Jesu „asplialös“ (sicher) erkennen kann (Apg. 2, 36), werden durch das Zeugnis der Weltgeschichte verstärkt. Wäre Jesus nicht der Verheißene des HErrn, so hätte der hoherat, welcher ihn verurteilte, ein gutes Werk vollbracht und sich einen Gotteslohn gesichert. Aber siehe, der HErr antwortet auf jenes Todesurteil mit der Zerstörung Jerusalems und der Zerstreuung des ganzen Volkesl Und doch gehören die Söhne Jakobs immer noch nicht zu denen, welche Iesum als den Heiland anbeten und durch ihn zu Gott kommen! Darum haben wir schwere Bedenken gegen die jetzige Feier des jüdischen Versöhnungstags. Darum bitten wir Euch, Ihr vom Hause Israel: Erkennet den traurigen Irrtum, in dem sich Eure Väter befanden! Laßt Eure Sünden von der Gerechtigkeit Jesu bedecken, welcher nicht nur ein Auge, wie der Gesetzgeber von Lokri, sondern Leib und Seele für uns geopfert hat! Dienet ihm mit Herz und Mund, welcher die gefürchtete Handschrift weggenommen und an sein Kreuz geheftet hat! Wollt Ihr mit uns rechten, wenn wir Euch unfern Heiland anpreisen? Begeht der ein Verbrechen, welcher einem Gast seinen edelsten Schatz zeigt und angiebt, wie derselbe in den Besitz dieses köstlichen Gutes gelangen könne? Oder ist der Gärtner zu tadeln, welcher die reichbeladenen Zweige eines Obstbaumes herabbiegt und so die süßen Früchte in den Bereich aller Besucher des Gartens bringt? Wir sind der Vergebung unserer Sünden am Jom- Kippur und an jedem andern Tage gewiß, weil wir, der göttlichen Weisung folgend, im Blick auf Iesum sprechen: „Seil Chaliphatlii. Seh Temuratlii. Seil Kapparathi.“ Nun möchten wir Euch gerne ebenso glücklich sehen. Deshalb ermahnen wir Euch, den einzigen Weg, welcher zur Gnade des höchsten führt, zu betreten und Iesum als Stellvertreter, Ersatzmann und Sühner anzunehmen. Wir wissen sehr wohl, daß Ihr hierbei viele Hindernisse zu überwinden habt, z. B.

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