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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 8 (1895) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
8 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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63 ZU 2. Arn. 2, 24—26. Der englische Prediger Samuel wesley, der Gatte der trefflichen Frau, von welcher in Nr. 5 die Rede ist, war in einem Kaffeehaus Zeuge davon, wie ein Offizier schrecklich fluchte. Er ließ nun von dem Kellner ein Glas Wasser bringen und es dem Flucher mit der Bitte vorsetzen, derselbe möge sich nach seinem Fluchen den Mund ausspülen. Der Offizier geriet in Wut, wurde aber von andern zurückgehalten. „Sie haben zuerst beleidigt", rief man ihm zu. „In der Nähe eines Predigers darf man nicht fluchen." Einige Jahre später begegneten die beiden Männer einander wieder. Der Offizier trat auf den Prediger zu, rief ihm, der sich seiner nicht mehr erinnerte, jenen Vorfall im Kaffeehaus ins Gedächtnis und fügte hinzu: „Seit jener Zeit habe ich mich, Gott sei Dank, vor jedem Fluch gefürchtet. Es freut mich herzlich, daß ich Ihnen meinen Dank aussprechen kann." Zum Nachdenken. In Jesu Christo sammeln sich wie in einem Brennpunkt alle einzelnen Strahlen der Wahrheit. 2. Der Friede ist einer der Thron enge! des Ewigen, und nur auf Gottes Befehl kommt er zu uns. Gott aber sendet ihn nur zu seinen Dienern. Du magst die Leibesstärke eines Riesen, das Gold und Silber, die Edelsteine und Perlen eines Nabob, das wissen eines Aristoteles, die Beredsamkeit eines Cicero und tausend andere Lrdengüter besitzen: mit keinem vermagst du den wahren Frieden zu erwerben. Gehorche dem höchsten: das ist der weg zum Frieden. Gottes Gebot aber ist, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi Joh. z, 23: Joh. 6, 29). 3. Manchem sieht man es nicht an, daß in seinem Innern ein böser Geist wohnt. So versteckt sich gerne eine giftige Schlange unter den grünen Sträuchern und den bunten Blumen eines Gartens, um erst zu gelegener Zeit hervorzubrechen. 4. Lin Kriegsmann darf nicht mit einem Verbrecher Arm in Arm gehen. Er würde sonst den Rock, den er trägt, schänden. Lin Christ darf die Begleitung der Sünde nicht dulden. Der Umgang mit ihr ziemt ihm nicht. Er ist zu gut dazu, um mit ihr verkehren zu können. Gott hat ihn so hoch geehrt: wie könnte er dadurch Gott verunehren, daß er liebt, was Gott haßt? Kleine MsstorrszeLLung. Der 52. Jahresbericht des Westdeutschen Vereins für Israel redet von 3 Taufen in Köln und von 5 in Frankfurt a. M. Als Bote wurde der aus Warschau gebürtige, vor Jahren übergetretene Proselyt Mor. Langmann angestellt. Bei einzelnen fanden die Missionare ein verlangen nach dem Heil, so bei einer Frau, die eine kranke erwachsene Tochter zu pflegen hat, bei einem Lehrer im Elsaß, einem Studenten aus Frankfurt und zwei Kaufleuten aus Wien und Altona. Die letzten 3 Personen wurden getauft. Als der wiener proselyt bei einem Besuch des Elternhauses seinen Glaubenswechsel bekannte, fiel der Vater in Ohnmacht, die Mutter raufte sich die Haare aus und schrie: „Töte uns lieber gleich! denn wir werden den Gram und die Schande nicht überleben." — Miss. Mühlenbrrrch in Bukarest taufte einen jüdischen Schmied, sowie seine Frau und 3 Kinder, von denen das älteste ein ^jähriger Knabe war. Die Familie lebte früher auf dem Gut eines Grafen in Rußland. Die Frömmigkeit und wohlthätigkelt der Gutsherrin rief in den..Kerzen des Ehepaars den Wunsch wach, sich der Kirche anzuschließen. Nach der Übersiedlung der Familie nach Galizien bat der Mann einen dortigen reformierten Prediger um Unterricht und Taufe, wurde aber abgewiesen, weil derselbe fürchtete, daß ihm dann die Juden seine Fenster einwerfen würden. Der Schmied fand später Beschäftigung auf einem rumänischen Gut in der Nähe von Bukarest. Hier las er mit den Seinen das Neue Testament, welches sein Sohn einem Kolporteur abgekauft hatte, und alle beschlossen, nunmehr zum Christentum überzutreten. In Bukarest kam die Sache zur Ausführung, nachdem die Famile mit der dort bestehenden Mission bekannt geworden war. — Aus Holland berichtet Pastor Kropveld die Taufe einer 23jährigen jüdischen Jungfrau, die seit 3 Jahren mit ihm in Verkehr

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