Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 51 (1895)
- Issue
- 7 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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53 aber nur 32 607 zur Bestreitung der 35 6H8 £ betragenden Ausgaben verwandt werden, so daß immer noch ein Defizit vorhanden ist. Mögen die Engländer das schöne Wort beherzigen, welches der Präsident der Gesellschaft bei jener Versammlung sprach: „Da Gott unser Land gesegnet hat, sind wir um so mehr verbunden, unfern Wohlstand für ihn zu gebrauchen!" Einer der übrigen Festredner, welcher durch eine Frau in seiner Gemeinde für die Iudenmission gewonnen wurde, sagte: „Wie der Jude der Bekehrung bedarf, so bedürfen nicht minder zahlreiche Ehristen der Bekehrung in Sachen der Iudenmission." Lin anderer wies nach, wie die Liebe Lhristi alle Vorurteile gegen diese Mission vertreibt. Der wunderlichste Einwand, welcher je erhoben wurde, ist wohl der, daß der Übertritt der Juden den Preis des Schweinefleisches in bedenklicher Weise steigern könnte. Aus einer weiteren Rede heben wir die Bemerkung hervor, daß Gott nicht nur das jüdische Volk, sondern auch das heilige Land auserwählt habe. Palästina ist das einzige Land, aus dem eine für jeden Menschen verständliche Bibel kommen konnte. Volkstümlich ist nur dann ein Buch, wenn es seine Gedanken in Gleichnisse und Bilder kleidet, welche der überall gleichen Natur entnommen sind. Nun besitzt Palästina am Toten Meer ein Tropenklima, während der Sermon mit seinem ewigen Schnee an den hohen Norden erinnert. Daneben ist die gemäßigte Zone vertreten. Wo giebt es ein gleich großes Land, welches eine solche Verschiedenheit des Alimas und daher auch der Pflanzen- und Tierwelt aufzuweisen hat? Ein Bewohner der Tropenländer würde Jes. s, ^8, ein Eskimo Iss. 32, 2 nicht verstehen. Jener kennt keinen Schnee, dieser keinen Sonnenbrand. Für jeden hat die Bibel ein besonderes Wort. Die Bibel ist ein für alle Wasser geeignetes Schiff, bei welchem wir nicht vergessen dürfen, daß Juden es gebaut und vom Stapel gelassen haben. Juden verdanken wir die Grundlage unserer bürgerlichen und Religionsfreiheit, unserer Zivilisation und Theologie. Der letzte Redner machte darauf aufmerksam, daß gewisse, uns mißfällige Eigenschaften der Juden Folgen der grausamen Behandlung sind, welche sie von Namenschristen zu erdulden halten. Auch rügte er im Anschluß an einen in Tiberias vorgekommenen Fall den Mangel an einträchtigem Verhallen der Lhristen gegenüber Nichtchristen. Zeigen wir es in Palästina und anderswo, daß wir einig sind in dem Bemühen, Seelen für Lhristum zu gewinnen! _ Ein starker Antrieb zur Misstonsarbeit. In einem Flugblatt, welches 3 Beweggründe zur Weltniission nennt, sagt Miss. Aranz in Schanghai im Anschluß an Matth. 2% und Mark. \3, s0: „Wenn wir bedenken, wieviel Sünde und Elend auf der gegenwärtigen Welt herrscht, so ist es ganz sicher, daß unser himmlischer Vater, der Gott der Liebe, und Jesus Lhristus das stärkste Verlangen haben, den Zustand der Welt bald zu verändern und das Reich Gottes bald in Herrlichkeit zu offenbaren. Dies Verlangen