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Dibre Emeth · 1895-01-01 · 5 (1895) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
51 (1895)
Issue
5 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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39 nach 31/a Jahren erwies sich der Lternensohn als einen Lügensohn (Barkosiba). Seine Herrlichkeit endete mit der Eroberung der Festung Bethar, in welche er sich zurückgezogen hatte. Akiba, die Seele der Bewegung, geriet in Gefangenschaft und wurde nach Läsarea abgeführt. _ (Schluß folgt.) Kirre Wisstonsfreundirr schreibt uns: „Immer schaue ich aus nach der Zeit, in welcher Israel wieder heimkehren darf in das Land seiner Väter, ob es noch lange bis dahin ist. Mir däucht, in etwas ebnet der Herr die Wege für die Rückkehr. Die Eisenbahn ist vorhanden; wie ich höre, sind die Straßen Jerusalems jetzt besser gepflastert, als sie es noch vor elf Jahren waren; auch hörte ich, daß die Wasserleitungen bei Bethlehem für Jerusalem wieder in Gebrauch genommen und zugerichtet werden sollen, hauptsächlich ist es doch auch bezeichnend, daß diese große Zahl Israeliten in Rußland aufgejagt worden sind nnd wandern müssen; ich harre des Tages, wenn sie heimkehren dürfen, und möchte ihn erleben, aber am herrlichsten wird es sein, wenn Israel seinen Heiland erkennt; möchte die Zeit nahe sein!" Zu Malm 84, 7. Ein Schüler Muhammeds berichtete diesem, daß seine Mutter gestorben sei, und bat ihn, das beste Almosen zu nennen, welches er für sie opfern könne. Muhammed antwortete: „Grabe einen Brunnen für sie und gieb das Wasser den Durstigen!" Der Schüler gehorchte und errichtete der verstorbenen im dürren Wüstenlande das schönste Denkmal. „Dieser Brunnen gehört meiner Mutter," sagte er. — willst Du Deine entschlafenen Lieben ehren, so grabe einen Brunnen, welcher das Wasser des ewigen Lebens spendet! hilf Lhristi Reich auf Erden ausbreiten! Zu Apg. 14, 22b. Fast alles in der Natur muß geläutert werden, um aus dem rohen, groben Zustande in einen edlen, vollkommenen überzugehen. Die Edelsteine werden geschliffen, andere Steine behauen, die Farben zerrieben, Rrystall und Porzellan durchs Feuer bereitet. Überall muß das, was veredelt werden soll, einen Verlust erleiden. Nach diesem unveränderlichen Gesetz, welches Gott selbst der Natur auferlegt hat, muß auch der Mensch durch Leiden geläutert und veredelt werden, um einer höheren Thätigkeit und Glückseligkeit teilhaftig zu werden. Ls verrät wenig Vernunft und Demut, wenn man sich jener allgemeinen Ordnung entziehen will und verlangt, Gott müsse für uns andere Gesetze machen. (Nach dem Rrankenfreund.) Zn Kph. 6, 4. von Susanna wesley, der Mutter der berühmten Prediger John nnd Charles wesley, wird berichtet, daß sie ihre Rinder mit großer Sorgfalt erzog. Als John noch klein war, sprach sie ihm eines Tages dieselbe Sache zwanzigmal vor, ehe er sie begriff. Ihr Mann sagte: „warum wiederholst Du ein und dasselbe dem Rinde zwanzigmal?" „weil er mich beim neunzehnten Mal noch nicht verstand," lautete ihre Antwort, „hätte ich früher aufgehört, so wäre alle meine Arbeit umsonst gewesen. Erst beim zwanzigsten Male faßte er es." Jedes ihrer zehn Rinder hatte Geist und Leben in sich, dennoch konnte man nur höchst selten eines derselben schreien hören, nachdem es über ein Jahr alt geworden war. Das Geheimnis der Erziehnngsknnst von Susannna wesley bestand neben ihrer großen Geduld darin, daß sie bei jedem Rinde so früh wie möglich den willen eroberte. Sie selbst sagte hierüber: „Dies ist die einzig vernünftige Grundlage einer religiösen Erziehung. Fehlt es daran, so ist selbst Lehre und Beispiel unwirksam. Wird es aber durchgesetzt, dann ist das Rind fähig, durch die Vernunft seiner Eltern geleitet zu werden bis es selbst zur Reife des Verständnisses kommt, und unwillkürlich haben Glauben und Frömmigkeit inzwischen in seinem Innern bereits wurzeln geschlagen." Linen jungen Baum kann man noch biegen, aber nicht einen alten Stamm.

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