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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 12 (1894) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
12 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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90 erkennt man aus den Reden ihres Mundes und ihrem ganzen Verhalten. Dagegen trägt Jesu Bild die Überschrift: „Von oben herab." Auch ohne seine ausdrücklichen Beteuerungen gewannen die Empfänglichen unter seinen Zeitgenossen die Überzeugung, daß er in einem ganz besonderen Sinne von Gott ausgegangen war. Hatten nicht die Propheten einen solchen Messias verheißen? Sollte denn der Iungfrauenfohn nur Immanuel (Gott mit uns) genannt werden? Sollte er nicht eine wirkliche Verkörperung des unsichtbaren, starken Gottes, eine Erscheinung Iehovahs inmitten seines auserwählten Volkes darstellen? Unterwerfen wir uns also der Gewalt der Thatsa.hen und bringen wir dem Ainde von Bethlehem das gläubige Bekenntnis dar: Du, Kindlein in der Krippe, bist Gottes eig'ner Sohn. Als den Zweck der Menschwerdung des Lohnes Gottes bezeichnet die Airche die Wiedervereinigung der Menschen mit Gott. Auch hierfür kann sie sich auf die unanfechtbarsten Aussagen aus ihrer Gründungszeit berufen. Ihr Stifter spricht sich Ioh. \8, 37^ über die bei seiner Geburt ihm gestellte Aufgabe aus. hiernach sollte er ein Mittler der richtigen Gottes-, Welt- und Menschenerkenntnis fein. Himmel und Erde, der Bogen in den Wolken und alle Areaturen find Zeugen der Wahrheit (Pf. 89, 38). Sie verkündigen uns: Es giebt einen Schöpfer und Herrn der Welt, und derselbe ist allmächtig, allweise, allgütig. Aber diese Zeugen fanden schon vor alters bei vielen kein Gehör. Auch war ihr Zeugnis nicht vollständig. Als Jesus in die Welt kam, offenbarte sich Gott der Menschheit, die ihn verloren hatte, kräftiger und deutlicher, aber auch bezüglich des Inhalts umfassender als je. Insonderheit enthüllte dieser Wahrheitszeuge als Blutzeuge die Geheimnisse des Himmelreichs, vor allem den Ratschluß der Ewigkeit zur Erlösung der Sünder. Denn die Wahrheit, die erbrachte, befreit von der furchtbarsten Anechtschaft: nicht nur von der Unwissenheit, sondern von der Unwilligkeit in geistlichen Dingen. Sie errettet von der Macht des ewigen Todes und schenkt das ewige Leben. Diese Himmelsgüter, Wahrheit, Freiheit, Seligkeit, erwartete Israel Jahrhunderte lang von dem Zeugen, Fürsten und Gebieter, den Iehovah versprochen hatte (Ies. 55, H) Im voraus grüßte man den Schönsten unter den Menschenkindern mit dem Zuruf: ,,Ziehe einher der Wahrheit zu gut!" Freuen wir uns, daß zu dem ersten Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses jetzt nicht mehr allein in der Form der Weissagung, sondern als Feststellung eines Thatbestandes ein zweiter und dritter hinzugekommen sind! Danken wir dem Erfüller der Weissagungen des A. T. für die Entsiegelung der Wellrätsel, die Entschleierung des verhüllten Bildes der Wahrheit! Legen wir an der Arippe von Bethlehem die fröhliche Danksagung nieder: Du baust zum %il der Sünder der Wahrheit einen Thron. Um den unaussprechlichen Segen der Weihnacht zu erlangen, muß man ein Geistesverwandter des Aindes von Bethlehem sein. In der oben angeführten Stelle aus Ioh. \8 sagt der über Manu und Buddha, über Laotse und Aonfutse, über Sokrates imö Plato, über Mose und

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