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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 8 (1894) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
8 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Mensch hat sich vom Fimmel, d. i. von Gott, weit entfernt und ist weder imstande, des Himmels Befehl zu erkennen, noch ihn zu fürchten." Gr weist dann etwa darauf hin, daß Aonfutfe gesagt habe: „Der Himmel hat keine Worte. Aus dem Wechsel der vier Jahreszeiten und dem Wachsen aller Dinge erkennen wir das Walten einer höheren Wacht." hiernach wußte Aonfutfe nichts von einer göttlichen Offenbarung. Jetzt führt der Missionar aus, wie Gott sich schon tausend Jahre vor Aonfutfe dem Mose geoffenbart habe. „Gr rief ihn auf den Berg Sinai, um ihm dort seinen heiligen Willen kundzuthun, damit er das Volk Israel nach demselben lehrte. Dies untrügliche Wort ist auf uns herabgekommen als der wahre Befehl des Himmels. Himmel und Grde werden vergehen: dies Gotteswort aber wird bleiben bis in Gwigkeit." „Aber das ist noch nicht alles," fährt der Bote des Heils fort. „Weil die Menschen von Gott abgewichen sind, so daß keiner Gutes thut, auch nicht einer, darum hat sich Gott noch weiter geoffenbart in seinem Lohne. Derselbe ist vom Himmel gekommen, um die Sündenschuld aller Menschen auf sich zu nehmen und uns mit Gott wieder zu versöhnen. Nun heißt es: Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch feine Wunden sind wir geheilt. Diese frohe Botschaft wird nun gepredigt in aller Welt." ' Schließlich erinnert Lechler daran, daß auch er dazu berufen sei, sie zu verkündigen. Gr wünsche jedem vorzuhalten den Glauben an den Sohn Gottes, Iesum Lhriftum, unfern Herrn und Heiland, der einst auch der Richter fein werde über Lebendige und Tote. Die AnhöflichKeit der Missten. Im „Nordd. Miss.-Blatt" lesen wir: „Die Ghinesen, welche so großen Wert auf die Höflichkeit legen, müssen unsere Missionare für sehr unhöflich halten. Wenn sie nun einmal zu uns kommen und in unsere Häuser eindringen und kleine Traktate zum Verkauf anbieten wollten, in welchen wir mit den Lehren ihres großen Weifen, des Aonfucius, bekannt gemacht würden? Sie könnten wohl sagen: „Als unser großer Lehrer wirkte, da wäret Ihr noch unwissende Barbaren. Ihr könnt wohl von uns lernen." Die Mission ist in der That unhöflich, und sie läßt sich nur entschuldigen, wenn der Missionar ganz fest überzeugt ist, daß er dem Ghinesen etwas bringt, was für diesen durchaus nötig ist zu seiner Grrettung, daß er zu ihm kommt nicht aus eigener Wahl, sondern weil er muß. Sein Aönig hat es ihm befohlen, und er darf nicht ungehorsam sein, wenn auch sein Gehorsam unhöflich erscheint." — Was hier von den Ghinesen gesagt wird, gilt auch von den Israeliten. Gs ist sehr begreiflich, wenn die Glieder der Synagoge uns der Unhöflichkeit zeihen. Wir müssen uns diesen Vorwurf gefallen lassen. Gine Änderung in unserem Verhalten, welches durch die Vorschriften Jesu Ghristi bestimmt wird, darf er nicht herbeiführen, so oft man ihn auch erheben mag.

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