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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 6 (1894) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
6 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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4? auf diesem Gebiet der Schriftstellerei. Line brieflich geführte Unterredung stellt das berühmte Werk des Arminianers Phil, von Limborch „Uber die Wahrheit der christlichen Religion" dar. Dem J9- Jahrhundert gehörte u. a. der ungarische proselyt Adolf Saphir an, dessen Schriften „Wer ist der Apostat?" und „Wer ist ein Jude?" weite Verbreitung fanden. In Briefform besprach der Italiener Lonsoni \8^ die von dem Juden Lombroso aufgezeigten Hindernisse der Bekehrung Israels. Line weitere Ausbildung erhielt die Form der Darstellung dadurch, daß verschiedene Schriftsteller in einem Aufsatz nach einander eine bestimmte religiöse Frage behandelten. Als Beispiel sei das J885 in London gedruckte „geistliche Symposion" über die Unsterblichkeit angeführt. Liner der elf Teilnehmer ist der Rabbiner Herrn. Adler. Hauptquelle: O. Zöckler, Der Dialog im Dienste der Apologetik, Gütersloh vgl. auch: K. Werner, Geschichte der apologet. und polem. Litteratur der christl. Theologie. I. Schaffhausen *86{. I. de le Roi, Die ev. Christenheit und die Inden. I—III. Karlsruhe und Berlin \88q-—92. Zu Z*satm 2,1. Diokletian prägte eine noch vorhandene Denkmünze, welche die Inschrift trug: „weil der Name der Christen ausgelöscht ist." Und in Spanien wurden zwei Denksäulen errichtet, auf denen geschrieben war: A. „Den Kaisern Diokletian mit dem Beinamen des ,Inpiter< und Maximian mit dein Beinamen ,Herkules^, den Mehrern des Reichs, errichtet, weil ste das römische Reich im Osten und Westen erweitert und den Namen der Christen, welche den Staat zu Grunde richteten, ausgetilgt haben." B. „Den Kaisern . . . (wie oben), weil ste den Galerius (den letzten Verfolger der Christen) im Osten als Mitregenten angenommen, überall den Aberglauben der Christen äusgerottet und die Verehrung der Götter ausgebreitet haben." Hier haben wir ein Denkmal, errichtet vom Heidentum üher dem Grabe seines besiegten Feindes. Aber die Leute haben „Eitles ersonnen", weit davon entfernt, gestorben zu sein, stand das Christentum vielmehr am Vorabend seines dauernden Sieges, und der Stein bewahrte ein leeres Grab, gleich der Urne, welche Llectra mit ihren Thränen wusch. Weder in Spanien noch sonstwo kann der Begräbnisplatz des Christentums gezeigt werden; er existiert nicht, denn die Lebenden haben kein Grab. (Aus Spurgeons Psalmen-Auslegung.) Hin Sozialdemokrat. „Kennen Sie Kantskys Buch „Das Erfurter Programm"?" fragte ein Arbeiter den Pfarrer Mojon in Lausanne. „Dem Titel nach," antwortete dieser. „O, da müssen Sie es haben. Ich will es Ihnen holen." Mit diesen Worten sprang der nicht mehr jugendliche Mann nach Hause und brachte triumphierend das besagte Buch, dessen Anschaffung ihm sicherlich ein bedeutendes Opfer auferlegt hatte. Dann empfahl er es dem Prediger so warm und dringend, daß ein lebendiger Christ einem Menschen, der das Neue Testament noch nicht besaß, das Lesen desselben nicht wärmer und dringender hätte ansHerz legen können. Dem Pfarrer nötigte der Eifer dieses Arbeiters Achtung ab. Doch beschlich ihn zugleich tiefe Wehmut bei dem Gedanken an die verderbliche Lehre, welcher dieser manchen lauen Christen beschämende Eifer dienen mußte. Jur Geschichte der Wiöet. Das theologische Seminar in New-Pork hat i. I. *893 die Sammlung von lateinischen Bibeln angetanst, welche dem Dr. Lopinger, Professor an der Viktoria- Universität gehörte. Diese Sammlung ist die größte, wenn auch nicht die wertvollste der Welt. Sie enthält nicht weniger als 545 Bibeln aus dem *5., J6., \7., \8. und 19. Jahrhundert: 69 Ausgaben mehr als die Bodlejanische Bibliothek in Oxford. 203 Exemplare der Sammlung gehören dem \g. Jahrhundert an. — Im vorigen

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