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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 5 (1894) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
5 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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37 Gott geliebet haben, sonderil daß er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn als Sühnung für unsere Sünden." Was wir Gott als ein ihm wohlgefälliges Opfer darbringen, haben wir vorher von ihm empfangen. Daher begründet keine unserer Leistungen einen Rechtsanspruch auf eine göttliche Liebesthat. 3. Gottes Größe leuchtet uns entgegen in der Abhängigkeit aller Geschöpfe. Von oder aus ihm ist alles. Gr ist der einzige Urgrund aller Dinge. Aus seiner schöpferischen Hand ging der großartige Weltenbau hervor: der Himmel mit seinen leuchtenden Gestirnen, die Erde mit ihren Strömen und Meeren, ihren Gebirgen und Niederungen, ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Gr gab dem Menschen das Dasein, der inmitten der Erdenwelt leben, aber sie nur als ein Pilger durchwandern sollte, um ein Bürger des Himmelreichs zu werden. Und als das vornehmste Geschöpf von seinem Schöpfer abgefallen, seinem Berufe abtrünnig geworden war, da ging aus dem göttlichen Urgründe das Werk der Neuschöpfung hervor. Der verlorene Sohn wurde zurückgeführt und in die Familie wieder eingegliedert, welcher er sich in seinem Unverstand entzogen hatte. Für die erlöste Menschheit stiftete Gott ein Reich der Himmel auf Grden. Alles ist auch durch ihn. Weder bei der Schöpfung noch bei der Erlösung bedurfte er eines geschaffenen Mittlers. Ebensowenig braucht er einen solchen, um seine Werke zu erhalten und fortzuführen. Alles geschah und geschieht durch sein allmächtiges Wort, durch seinen eingeborenen Sohn, den zweiten Adam, und durch seinen heiligen Geist. Dieser Geist ist es, welcher seit der Rückkehr des göttlichen Messias zum Himmelsthron das Himmelreich auf Grden ausbreitet, indem er dem Zeugnis des Wassers und des Blutes, der beiden von Ghristo begründeten heiligen Handlungen, das seinige hinzufügt (s. Ioh. s, 8). Ohne Gottes Geist gäbe es keine Mission und keine Missionare. Endlich ist alles zu ihm. Gott ist der letzte Zweck aller Dinge. Ihm soll alles dienen. In seinem gebietenden heiligen Willen, wie er in den zehn Worten am Sinai laut wurde, und wie ihn Jesus in zwei Vorschriften zusammenfaßte, sollen wir die Regel und Richtschnur für unser Leben erkennen. In seinen Gnadenverheißungen, wie sie namentlich in der predigt des Heilandes und seiner Apostel enthalten sind, sollen wir das höchste Gut, den edelsten Schatz unseres Lebens begrüßen. Zu Gott hin soll sich das Rind entwickeln, soll sich der Mann mit seinem Schaffensdrangs wenden, soll der Greis die erdenmüden, nach der ewigen Ruhe ausschauenden Augen erheben. Die Sonnenblume wächst dem Lichte des Tages entgegen: es sollte uns unmöglich sein, einem andern Ziele nachzustreben als denr Vater der Lichter, dem Gott, der einst alles in allem sein wird. — Paulus schließt seine Betrachtung über Gottes Größe mit einer Huldigung, welche er diesem Gott zu Füßen legt. Wie die Engel in der Geburtsnacht des Erlösers, so bringt er dem in der Höhe Thronenden Ehre dar. Die Bibel ist voll von solchen Lobgesängen. Im letzten Buch des N. T. lesen wir, wie die 2^ Ältesten der himmlischen

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