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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 5 (1894) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
5 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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34 schäften nicht von seiner Göttlichkeit beeinflußt wurden, daß sie nicht auch noch nach Jahrhunderten den Abglanz des Fimmels in etwas wiederspiegeln? Lange vor Dädalus, der in Attika durch seine aus geschnitzten Bildsäulen die Kunstschulen von Korinth und Ägina vorbereitete, bauten zwei Israeliten die Bundeslade und bildeten die Gherubim, welche über derselben thronten. Diese waren aus getriebenem Gold: nicht gemeißelt. Die Kunst des Bildschnitzers aber ist nicht die einzige, wie die Kunst selbst nicht die einzige Größe ist. Stelle Dich mit mir an den Weg, während die Auserwählten Israels vorüberziehen I Liehe, sie nahen: zuerst die Patriarchen, dann die Väter der Stämme! Gs ist mir, als hörte ich die Glöckchen ihrer Kamele und das Blöcken ihrer Werden. Dort, inmitten der Schar, wer geht dort, allein und abgesondert? <£s ist ein Greis, doch nicht trübe ist sein Auge, nicht gebrochen seine Kraft. Gr sah den HGrrn von Angesicht zu Angesicht. Gr steht da, unerreicht als Krieger, Dichter, Redner, Gesetzgeber und Prophet. Die Fülle seines Glanzes verdunkelt jedes andere Licht, und wäre es der Ruhm des ersten und edelsten der Gäsaren. Auf ihn folgen die Richter, dann die Könige. Dort ist der Sohn Jsais, ein Held im Krieg, ein Sänger unsterblicher Lieder. Sieh' seinen Sohn, den weisesten und reichsten der Menschen, der die Wüste erblühen ließ und mit Städten bevölkerte, aber hierbei Jerusalems nicht vergaß, sondern dem HGrrn daselbst seinen Tempel errichtete. Beuge Dein Haupt, mein Sohn! Die jetzt kommen, sind einzig in ihrer Art. Ihr Angesicht ist zum Himmel gewandt, als hörten sie Gottes Stimme. Ihr Leben war voll Kummer; ihr Gewand riecht nach Grab und Verwesung, höre unter ihnen ein Weib: „Lasset uns dem HGrrn singen, denn er hat eine herrliche That gethan!" Neige Dich in den Staub vor ihnen I Sie waren Gottes Herolde und Diener. Sie blickten in den Himmel. Sie sahen die Zukunft der Völker, und was sie sahen, zeichneten sie auf. Und als die Zukunft zur Vergangenheit geworden war: siehe, da waren ihre Gesichte Wahrheit! Vor ihnen erbleichten die Könige. Die Völker emittierten beim Klang ihrer Stimme. Ihnen gehorchten die Glemente. Aus ihrer Hand kam Segen und Fluch. Siehst Du sie nicht dort, den Thisbiter und Glisa, die drei Jünglinge im Feuerofen und ihn, aus dessen Geschlecht der Messias geboren werden soll? . Stelle nun unserm Mose einen Gäsar, dem David einen Tarquinius, den Makkabäern einen Sulla, den Richtern die besten der Konsuln, dem Salomo einen Augustus gegenüber! Welch ein Vergleich! Dürften wir Jehovah und Jupiter mit einander vergleichen, so geschähe es am besten mittelst der Thaten, welche ihre Diener in ihrem Namen vollbrachten. Für einen Sohn Israels giebt es keinen andern Ruhm, als dem HGrrn zu dienen. Dies aber ist ein großer Ruhm.

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