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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 4 (1894) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
4 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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29 zählt sämtliche Bücher desselben auf und bezeichnet sie als den (christlichen) Aanon. Auch auf einem Aonzil zu Laodicea (363) wurde dieser vorhin in einem andern Zusammenhang vorgekommene Ausdruck auf die Sammlung der biblischen Bücher übertragen, nachdem man ihn früher für den Inhalt der Bücher angewandt hatte. Lin Schreiben des Athanasius machte das Ergebnis seiner Prüfungen in weiten Kreisen bekannt und bahnte der endgiltigen Entscheidung den Weg, die 393 zu Hippo getroffen wurde. (Schluß folgt.) Zimon Robert von Tournar). Die von den Römern gegründete Stadt Tournay oder Doornik (Dörnach) im Hennegau, einer der neun Provinzen Belgiens, war in: fünften und sechsten Jahrhundert nach Ehristo der Sitz der Merovingischen Könige. Im (5. Jahrhundert machte sich ein Sohn der Stadt, Simon von Tournay, einen Namen in der gelehrten Welt. Er unterrichtete an der Universität in Paris und war einer der ersten unter den Theologen, welche die Philosophie des Aristoteles für die theologische Wissenschaft verwerteten. Zur Zeit der Reformation wurde auch die alte Stadt an der Schelde, die heutzutage etwa 35 000 Einwohner zählt und große Fabriken besitzt, in die Bewegung hineingegezogen, welche die abendländische Lhristenheit ergriffen hatte. Ihr Name wurde u. a. dadurch zu Ehren gebracht, daß der Augustinermönch Jean Lhastellain aus Tournay zu Nie in Lothringen am (2. Januar (525 für seinen evangelischen Glauben freudig in den Tod ging. „Der Name Jesu ist mein Heil!" rief der Märtyrer, ehe man seinen Scheiterhaufen in Brand setzte. Ein Gesinnungsgenosse Ehastellains war sein acht Jahre später gestorbener Landsmann Simon Robert. Auch ihm dürfen wir nachrühmen, daß er seiner Heimatsstadt Ehre gemacht habe. Wenn wir seiner in den „D. E." gedenken, so geschieht dies deshalb, weil einige Gelehrte der Ansicht sind, daß dieser evangelische Lhrist und Prediger aus dem Volke Israel hervorgegangen sei. Nach den Quellen war Simon Robert in den Frühlingstagen der Reformation als,, Pfarrer in Tournay angestellt, legte aber, um seiner evangelischen Überzeugung leben zu können, sein Amt nieder und verließ die Heimat. Als Le Fövre, der in Paris und Meaux als Förderer der Kirchenverbesserung nicht geduldet worden war, im Oktober (525 nach Straßburg kam, fand er hier auch den Pfarrer von Tournay vor. Derselbe war inzwischen in die Ehe getreten. Er wohnte mit seiner Gattin gleich andern Flüchtlingen im Hause des Straßburger Reformators Tapito und schloß sich hier besonders an den aus Mömpelgard ausgewiesenen Farel an. Mit diesem zusammen betrieb er. eine wissenschaftliche Arbeit. Vielleicht beteiligten sich beide an der Übersetzung der heiligen Schrift ins Französische, die Le Fövre unternommen hatte, und die am 28. Septeniber (528 zu Anvers an die Öffentlichkeit trat. Während Le Fdvre mit einigen seiner Anhänger Ende April (526 nach Frankreich zurückkehrte und

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