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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 1 (1894) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
1 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 au der Kirch weihe dadurch, daß er irt Gemeinschaft mit der Kaiserin die Abendmahlsgeräte spendete. Die oben erwähnte kaiserliche Urkunde hat folgenden Wortlaut: „Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes! Amen! Von alters her schon wandten sich die Blicke der evangelischen Christenheit Deutschlands mit frominer Andacht zu den geweihten Stätten, wo einst der Fuß unseres Herrn und Heilandes gewandelt. Lange schon bestand auch der Wunsch, da, wo die große Erlösungsthat des Menschengeschlechts vollbracht worden, ein Gotteshaus erstehen zu lassen, in welchem die Botschaft von der seligmachenden Gnade Gottes in Christo Jesu rein und lauter verkündigt würde. Mt verdoppeltem Gewicht trat dieser Wunsch hervor, seit die Zahl der dem evangelischen Bekenntnisse angehörigen Deutschen im heiligen Lande sich mehrte und seit durch fromme Opferwilligkeit der Evangelischen Deutschlands umfangreiche. in Segen wirkende Anstalten barmherziger Liebe in größerer Zahl in Jerusalem gegründet wurden. Meine erhabenen Vorfahren auf Preußens Throne haben mit Ihrem Volke den Zeitpunkt herbeigesehnt, in welchen! es möglich werden würde, ein Gotteshaus zur Verkündung des evangelischen Christenglaubens zu errichten. Der Fürsorge Meines in Gott ruhenden Herrn Großvaters, des Kaisers und Königs Wilhelms I. Majestät, gelang es, ben Platz zu erwerben, auf welchem die deutsche evangelische Kirche gebaut werden soll. Mt dankenswerter Munificenz schenkte Se. Majestät der Kaiser der Osmanen den Platz, auf welchen! einst das Mutterhaus und die jetzt in Ruinen liegende Hauptkirche des Johanniter- Ordens, die Kirche St. Maria Latina Major, sich erhoben. Am 7. November *869 ergriff Mein in Gott ruhender Herr Vater, der damalige Kronprinz Friedrich Wilhelm, spätere deutsche Kaiser und König von Preußen Friedrich III., von dem Platze Besitz. In der Nähe der heiligen Grabeskirche gelegen, ist die Stätte zugleich geweiht durch geschichtliche Erinnerungen an einen Orden, der, neu erstanden, in Werken der christlichen Liebe seine alte Bestimmung erfüllt. Die Ausführung des Baues, welchem Meine von Gott heimgerufenen Vorfahren auf dem Throne lebendiges Interesse zuwandten, ist Allerhöchstdenselben nicht vergönnt gewesen, und erst gegenwärtig kann das Werk in Angriff genommen werden. Nachdem durch die opferwillige Handreichung der evangelischen Gemeinden Deutschlands die Mittel zum Bau gewonnen sind, habe Ich befohlen, den auf der Grundlage der alten Kirche St. Maria Latina aufzuführenden Ban zu beginnen und den Grundstein am 3{. Oktober dieses Jahres zu legen. An demselben Tage, an welchem Ich vor einein Jahre durch Gottes Gnade die Einweihung der erneuerten Schloßkirche zu Wittenberg im Verein mit den evangelischen Fürsten Deutschlands festlich begehen durfte, soll der Grundstein dieser Kirche gelegt werden, um damit kund zu thun, daß auch sie dastehen soll als ein Denkmal des Glaubens an den Mensch gewordenen Gottessohn, den gekreuzigten und auferstandenen Heiland, als ein Bekenntnis zu dem seligmachenden Evangelium von der Gnade Gottes, wie es durch den Dienst der Reformatoren für die evangelische Christenheit wieder erschlossen ist, als ein sichtbares Zeugnis der Glaubensgemeinschaft, in welcher die evangelischen Kirchen in Deutschland und darüber hinaus mit einander verbunden sind. Gott dem HErrn sage Ich Dank, daß Lr es Mir verliehen hat, auch in diesem Stücke die Gedanken Meiner erhabenen Vorfahren zu verwirklichen. Zu Ihm flehe Ich und bitte, Er wolle Gnade geben, daß an der Stätte, von wo die frohe Botschaft des Heils ausgegangen ist in alle Welt, das Evangelium allezeit lauter und rein verkündet werde, und da, wo der HErr für uns gelitten hat, Er auch in deutscher Zunge gepriesen werde als der ewige Heiland und Erlöser, hochgelobet in Ewigkeit. Das walte Gott! Amen! _______________ Wilhelm, I. B." Aus der jüdischen Aresfe. In Brülls „Monatsblättern" (M3, S. \82 ff.) findet sich ein dem Lieblingsjünger Buddhas, Ananda, gewidmetes Gedicht. Dasselbe ist schon in seiner Lorm zweifelhafter Art, noch mehr Bedenken aber erregt sein Inhalt. Alte und neue Ueberlieferungen der Buddhisten werden hier mit eigenen Zuthaten des Verfassers offenbar in der Absicht verwoben, dem Christentum einen Spiegel vorzuhalten, auf dem zu lesen ist: „Das bist Du!" — Äußerliche Berührungen zwischen 2 Religionen beweisen noch nicht eine Abhängigkeit der einen voll der anderll. Daß das ursprüngliche Christentum vom Buddhismus nicht beeinflußt wurde, ergiebt sich schon aus

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