Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 50 (1894)
- Issue
- 1 (1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 der Verschiedenheit der Glaubens- und Sittenlehre. Seine wiege ist das offenbarungsgläubige Judentum (Joh. *, 47; Apg 2\, 20), sein Stifter der Israel geweissagte Jung- 'srauensohn tMatth. *, 25: Jes. 7, *^). Ein Jude, welcher das Christentum verspottet, schneidet also in sein eigenes Fleisch, welche Beziehungen unser Glaube zum Buddhisinus hat, wird in der unten angezeigten Schrift „Was hast Dil wider die Bibel?" näher dargelegt (S. *6 ff.). Will jemand aus dem einer buddhistischen Erzählung nachgebildeten christlichen Roman „Barlaam und Josaphat" Kapital schlagen, so ist hiergegen geltend zu machen, daß dieser Roman erst im Mittelalter (in deutscher Bearbeitung während des *3. Jahrhunderts von Rudolf von Hohenems) geschrieben worden ist, und daß er nur die köstliche Apologie des Aristides, eines christlichen Philosophen des 2. Jahrhunderts, einrahmt (vgl. „D E." *892, Nr. 7). Dieselbe jüdische Zeitschrift druckt (*893, S. 2*7 ff.) eine Rede von Gustav Lichengrün ab, die in der Abschaffung der hebräischen Sprache und der Sabbatfeier die vornehmsten Mittel zu einer gründlichen Reform des Judentums erblickt L. klagt: wer durch den Zufall veranlaßt werde, einmal die Synagoge zu besuchen, der höre hier eine ihm fremde Sprache und erhalte keine Nahrung für seine hungernde Seele. „Matt und schlaff an Seele und Herz verläßt er das Gotteshaus, angeekelt von Tangerweile." Zwar sei hie und da schon ein deutscher Gottesdienst, dessen Mittelpunkt die predigt bilde, zu finden. Aber ein tiefergehender Einfluß könne durch oiesen nicht ausgeübt werden, da er am Sabbath gefeiert werde. Zwei wöchentliche Ruhetage zu halten, fei heutzutage unmöglich. Nachdem die staatliche Sonntagsruhe eingesetzt sei, müsse man den ersten Tag an die Stelle des siebeilten treten lassen. — „Merkst Du denn nicht, Du deutscher Israelit, daß an Deinem Hause der Eckstein fehlt, auf den sich der Grundpfeiler des Gebäudes stützt?" so möchten wir Herrn E. mit seinen eigenen Worten fragen. Line Änderung sprachlicher und zeitlicher Formen des Gottesdienstes kann die dem Judentum nötige Reform nicht bewirken. Der Geist muß ein anderer werden. Ls hilft nichts, die Sabbatfeier für die Sonntagsfeier hinzugeben, wenn man sich nicht unter die Strahlen der Sonne stellt, an deren Aufgang die alte Kirche erinnern wollte, intern sie den ersten Wochentag als einen Festtag aussonderte. Jesus, der von den Propheten geweissagte und seit seiner Auferstehung von den Toten durch den heiligen Geist als Gottessohn kräftiglich erwiesene Davidssohn, ist allein imstande, dem geistlich erstorbenen Israel neues Leben einzuhauchen. Lr ist der einzige weg, der zum Fimmel führt. Auf diesen: Wege wandelte Gamliels des Alten größter Schüler. Also diente er dem Gott seiner Väter, daß er glaubte allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten, und daß er hoffte auf die Auferstehung der Toten, hierbei übte er sich, vor Gott und Menschen allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben (Apg. 2^, ff.). Sobald ein Israelit nach dem Beispiel Pauli den für uns zubereiteten neuen nnd lebendigen Weg (Hebr. *o, 20) benützt, darf er inne werden, daß der Gehorsam gegen die heiligste und höchste Ordnung Jehovas herrlich belohnt wird. Und nur so kann auch die Gesamtheit des Volkes das ersehnte Ziel der geistlichen Wiedergeburt erreichen, während die Halbheiten der Reform dies Ziel in immer weitere Ferne rücken. MücheröerichL. Verein f. Israel, Köln a. Rh.: I. F. A. de le Roi, Bilder aus der alten Halleschen Judenmission. (K. Schr. No. 3.) 68 S. Mk. 0,50. — Chr. Belser, Stuttgart: G. I. Metzger, Der alte Bibelglaube und der moderne vernunftglanbe. 176 S. Mk. 2. — Buchhandlung f. Innere Mission, Schw. Hall: 6. Faulhaber, was ist es mit dem tausendjährigen Reich? w 5. Mk. 0,60. — A. Deichert (G. Böhme), Erlangen und Leipzig: 0 E. Ru pp recht, Der Pseudodaniel und Pseudojesaia der modernen Kritik. Ein Glaubenszeugnis gegenüber der Zweifelsucht. 86 S. Mk. *20. 2) L. Kelber, Jesus Christus. Das heilige Drama in 3 Stücken. 80, *36 und 70 s. Mk. 3,60. — D. Ev. Buch- und Traktatges., Berlin N.: w. Becker, was hast Du wider die Bibel? Lin Zwiegespräch in Briefen. 8<* S. * Mk. — Goßnersche Buchh., Friedenau-Berlin: w. Becker, Der einige Trost im Sterben. Eine Beantwortung der Frage: wie kann man des Todes Bitterkeit vertreiben? 2. Auflage. 3* S. Mk. 0,20. 50 Exemplare Mk. 5._ Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßner'sche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. — Jahrespreis: 80 Pf. Druck von ). windolff, Berlin S.W., Lharlottenstrnße 88.