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Dibre Emeth · 1894-01-01 · 1 (1894) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
50 (1894)
Issue
1 (1894)
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 jedesmal willige Hörer. Oft begegnet ihm große Gleichgiltigkeit oder gar Feindseligkeit. Oft dauert es lange, bis das Auge eine Frucht der Arbeit, einen Lieg des Lichtes über die Finsternis schauen darf. Aber daneben zeigt sich hie und da, ebenso in der Heimat wie in der Fremde, eine herzersreuliche Empfänglichkeit für das Evangelium. Tausende nehmen das Lebensbrot dankbar an und lassen es sich nicht wieder rauben. Noch immer giebt es unter den Zöglingen der Mission solche, auf welche sich die Verheißung bezieht: „Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren I" Manche beweisen die Echtheit ihres Glaubens, indem sie selbst zu Missionaren werden. Und so ist die Geschichte der Airche bis auf den heutigen Tag eine Siegesgeschichte. Immer wieder darf sie mit hoher Freude einen Sieg des starken Armes schauen, der schon so viele Wunder an den Menschen gethan hat. Dieser Arm erweist sich in seiner Araft an den Löhnen Israels und den Nachkommen Ismaels, im Gebiet der großen Landseeen Afrikas und jenseits der chinesischen Mauer. Es bleibt dabei: „Jesus Lhristns herrscht als Aönig. Alles wird ihm unterthänig. Alles legt ihm Gott zu Fuß. Jede Zunge soll bekennen: Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß." Archristliche Reliquien. Während sich die Stiftshütte des alten Bundes in der priesterstadt Nob befand, wurde in ihr eine Zeitlang eine Erinnerung an den Riesen Goliath, das Schwert desselben, aufbewahrt. Die Waffe lag, in einen Mantel gewickelt, hinter dem Schulterkleid des Hohenpriesters, bis Ahimelech sie dem Manne überlieferte, welcher jenen Philister überwunden hatte. Auch manche christliche Airchen bergen Überbleibsel vergangener Tage, besonders solche, die in Beziehung gesetzt werden zu entschlafenen Zeugen und Helden oder gar zu dem Aönige des neutestamentlichen Gottesreiches. Aber jenen Reliquien fehlt in allen Fällen, in welchen sie aus der urchristlichen Zeit stammen sollen, die genügende Beglaubigung. Darum mißbilligt die geläuterte Airche des Evangeliums die Verehrung, welche die Aatholiken derartigen Überresten zollen. Man vergleiche Luthers Schmalkaldische Artikel und die zweite Helvetische Aonfession. Die einzige echte Reliquiensammlung aus der ältesten Lhristenheit bietet das Neue Testament dar. Als Edisons Phonograph dem deutschen. Aaiser und seiner Familie vorgeführt wurde, durfte er verschiedene Äußerungen der hohen Eltern und der Prinzen aufnehmen. Wird man nicht später (vorausgesetzt, daß jener wunderbare Apparat die kommenden Jahrhunderte überdauert) das RechH haben, die festgehaltenen Worte als echte Reliquien des (9. Jahrhunderts anzusehen? Wer das griechische Neue Testament laut liest, hört eine, zwar nicht im vollen Sinne phonographisch genaue, aber immerhin ziemlich entsprechende Wiedergabe der Laute, in denen die Apostel und Apostel-

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