Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 50 (1894)
- Issue
- 1 (1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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. * quickung verheißen. Im Blick auf diesen ihren hocherhabenen, aber auch unendlich erbarmungsvollen Herrn und zugleich im Gehorsam gegen feine ausdrücklichen Befehle wird die am Erdenleide teilnehmende Airche zur Missionarin. Sie verkündigt ihn denen, die ihn nicht mehr oder noch nicht kennen. Den Nahen und den Fernen, ihren abtrünnigen Söhnen und Töchtern und den andern Menschenkindern, mögen dieselben ihren Stammbaum auf Sem, oder auf Ham, oder auf Iapheth zurückführen, allen ohne Ausnahme predigt sie Iesum Thristum als die Weisheit, die Gerechtigkeit, den Frieden, den einigen Trost im Leben und Sterben. „Ach, daß ihr wäret bei dem Propheten von Nazareth, dem Hohenpriester von Golgatha, dem Himmelskönige, der da sitzet zur Rechten der Majestät in der höhe und dennoch den Seinen immerdar nahe ist! Der würde euch von eurem Aussatz losmachen." So predigt die Airche und bestätigt und verstärkt die Worte ihres Mundes durch Werke der Barmherzigkeit. Wenn nur noch mehr Glieder der Airche sich bereit finden ließen, als ihr Mund und ihre Hand an den Scharen der Notleidenden zu arbeiten! prüfe sich doch jeder Bekenner des Evangeliums, ob er nicht irgendwie mithelfen kann, daß der große Gottesmann, an den wir glauben, der Arzt, der uns gesund gemacht hat, der Brückenbauer, der uns die Rückkehr in den Himmel ermöglicht hat, immer mehr Erdenbewohnern bekannt werde! Jeder Ehrist ist berufen, von den Wundern der Araft und Hilfe, die Lhristus vollbracht hat und vollbringt, zu zeugen. Die israelitische Ariegsgefangene, welche dem kranken syrischen Ariegsmanne den Weg zu seiner Genesung zeigte, erlebte es, daß derselbe diesen Weg betrat und so wirklich das kostbare Gut der Gesundheit erlangte. Naeman besprach den Rat der armen Magd, den seine Gattin ihm hinterbracht hatte, mit seinem Landesherrn. Von diesem erhielt er ein Schreiben für den Aönig Israels, hierauf unternahm er, mit reichen Geschenken versehen, die Reise nach Samaria. Die Hoffnung, mit welcher ihn die Dienerin seines Hauses erfüllt hatte, wurde nicht zu Schanden. Die Sache verlief allerdings anders, als er erwartet hatte. Sein Glaube mußte noch eine Probe bestehen und wäre beinahe erlegen, wenn er nicht abermals von dienenden Leuten gut beraten worden wäre. Als er an der Heilung des Aussatzes erkannt hatte, daß ein Prophet in Israel lebte, gewann er auch die weitere Überzeugung, daß es in allen Landen keinen Gott gab außer in Israel. Mit dem Entschluß, fortan nur diesem wahren Gott zu opfern, kehrte er in seine Heimat zurück. Wie werden die Augen der Missionarin in seinem Hause geleuchtet haben, als er nun vor ihr stand, nicht nur am Leibe, sondern auch an der Seele gesund geworden, nicht mehr ein Götzendiener, sondern ein Verehrer Jehovas, ein Glaubensgenosse seiner Retterin! Und wie wird der eigene Glaube der Israelitin, deren Eintritt in ein heidnisches Haus Gott so reichlich gesegnet hatte, gewachsen sein, nachdem Elisa aufs neue als ein Siegesheld des höchsten offenbar geworden war! Die Airche darf dieselben freudigen Erfahrungen machen, wenn sie der notleidenden Menschheit dient. Zwar findet ihr Zeugnis nicht