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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 12 (1893) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
12 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Lebcnsordnung. Das Dolfsturn Israels durch die (Leutralgewalt des Aönigtunls geschützt. Der unversehrte Fortbestand des israelitischen Volkes durch die eingetretene Reichsspaltung gefährdet. Der Fortbestand des israelitischen Volkes durch den Glauben an Iehovahs Verheißungen bedingt. Der Fortbestand . . auf die Herrschaft des Gesetzes gegründet. Wir wünschen diesem vorzüglichen Werke, dessen Benutzung die beigegebenen Wort- und Stellenregister erleichtern, eine weite Verbreitung unter Studierenden und Studierten christlicher wie mosaischer Religion. Wegen der Bezugsbedingungen sei an den Bücherbericht in Nr. \\ erinnert. _ Zu Msalm 34, G. Als Wilhelm I. am \8. Oktober M; zu Königsberg seine Krönungsfeier beging, war er, wie er seinem Oberhofxrediger, dem D. Kögel, einmal sagte, im Innersten ergriffen. „Ich dachte an meinen seligen Bruder, an meinen Vater. Die Zukunft mit ihren Sorgen lag vor mir. Als ich mich zum Altar wendete, um die dort ruhende Krone auf mein Haupt zu setzen, kam ein Zagen über mich. Ich meinte, das Gewicht der Verantwortung sei zu schwer, und unwillkürlich zog ich die Hand von der Krone zurück. Da sah ich nach oben und heftete meinen Blick fest auf das Kruzifix, und ein unbeschreiblicher Trost kam über mich, Hast Du, HErr, so sagte ich bei mir selbst, die Dornenkrone für mich getragen, so wirst Du auch die Huld und Treue haben, mir meine Königskrone tragen zu helfen. Und damit ließ ich mein Zaudern fahren, erfaßte mit fester Hand die Krone und setzte sie mir auf." Ob wir große Thaten zu vollbringen oder bittere Leiden zu erdulden haben: immer ist unser göttlicher Mittler bereit, uns beizustehen. Blicke glaubensvoll auf ihn, so wirst du es erfahren, daß er uns tüchtig machen kann, mutig zu Händeln und gelassen zu dulden. ZU Sp.-H. 5, 29. Graf Christoph von Pfeil, der Minister Friedrichs des Großen, war ein aufrichtig frommer Mann. Er hat zahlreiche geistliche Lieder hinterlassen, unter ihnen das schöne Ehestandslied: „Wohl einem Haus, da Jesus Christ allein das All in Allein ist! Ja, wenn er nicht darinnen war', wie finster wär's, wie arm und leer!" Der Graf pflegte sich jeden Morgen zuerst mit seinem Gott zu beschäftigen. Cr las dann einen Abschnitt in der heiligen Schrift und redete mit dem, der dort mit ihm geredet halte. Niemand durfte ihn dabei stören. Nun erschien einst in dieser frühen Stunde des Tages Friedrich der Große, um mit seinem Minister etwas zu besprechen. Der Diener des Grafen wußte anfänglich nicht, was er thun solle, und ob er nicht in diesem Falle das verbot seines Herrn übertreten dürfe. Endlich aber sagte er dem Könige ganz offen, der Minister bete und sei daher augenblicklich nicht zu sprechen. Der alte Fritz antwortete ruhig: „Ich werde warten." Bald erschien der Graf, begrüßte den König ehrfurchtsvoll und sagte: „Geruhen Euer Majestät mich zu entschuldigen! Ich hatte gerade noch eine Unterredung mit dem König der Könige." In Japan hat eine christliche Synode das nachfolgende Glaubensbekenntnis aufgestellt: „Der Herr Jesus Christus, welchen wir als Gott anbeten, der eingeborene Sohn Gottes, ward Mensch und litt für uns Menschen und zu unserer Erlösung. Er brachte ein vollkommenes Opfer für unsere Sünden dar, und alle, welche mit ihin eins sind durch den Glauben, erlangen Vergebung und werden für gerecht erklärt; und der Glaube an ihn, der durch die Liebe thätig ist, reinigt das Herz. Der heilige Geist, welcher mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, offenbart Iesum Christum der Seele, und ohne seine Gnade kann der Mensch, weil er tot ist in Sünden, nicht in das Heid? Gottes kommen. Durch ihn wurden die Propheten uub Apostel und die frominen Männer der alten Zeit inspiriert, und der, der da

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