Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 12 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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96 spricht tu dett Schriften des Alten und Netten Testantettts, ist der höchste uub unfehlbare Richter in allen Dingen, die sich auf Glauben und Leben beziehen. Diesen heiligen Schriften entnahm die alte Kirche ihr Bekenntnis; und wir, festhaltend den Glauben, der einst den heiligen überliefert wurde, stimmen ein in dieses Bekenntnis mit Preis und Danksagung." hierauf folgt das Apostolische Glaubensbekenntnis. Kleine Wisstonszeitung. In Berlin begründete Ed. E. Gedalius eine national-jüdifch-christliche Zeitschrift: „Bezalel" (im Schatten Gottes), in Leipzig der zum Direktor des dortigen Institutum lud. ernannte Dr. Dalman ein Monatsblatt im Jargon: „Berith Am" (der Bund mit dem Volk). — Infolge der neuerdings eingetretenen Ausdehnung seines Arbeitsgebietes nahm der Rheinisch-westfälische Verein für Israel nach eingeholter obrigkeitlicher Erlaubnis den Namen „westdeutscher Verein für Israel" an. Aus Anlaß seiner Jubelfeier („D. L." *893, S. 6h) wurde von dem Agenten des Vereins, P. Stolle, eine Schriftenreihe zum Zweck der Förderung der Judenmission ins Leben gerufen. Der Bücherbericht in Nr. *j unseres Blattes enthält die ersten dieser ,»Kölner Schriften für Christen und Israeliten." — Rabbiner Lichtenstein ließ sich in Budapest nieder, da sein Gesundheitszustand den Eintritt in die Hamburger Missionsarbeit verhinderte. Seine Schrift ..Judentum und Lhristentum" wurde an mehr als 2000 Rabbiner in Deutschland und Österreich-Ungarn versandt. — Zur Unterstützung der Londoner Judenmission bildete sich ein Frauenverein, nachdem früher schon englische und irische Kinder zu demselben Zweck zusammengetreten waren. Der „Kinder-Bienenstock für Israel" will besonders für die Schulen der Gesellschaft sorgen. — Die Presbyterianische Kirche von Irland vereinnahmte *892 nahezu 5000 £ für ihre Arbeit unter Israel: mehr als in irgendeinem früheren Jahr. Ihre Missionare in Hamburg, Aston und Frank, tauften binnen 3 Jahren 50 Israeliten und brachten mündlich und schriftlich (in letzterer Beziehung auch mit Benützung der Zeitungen) großen Scharen das Evangelium nahe. Die zunächst für russisch-jüdische Auswanderer gegründete Suppenküche diente auch der von der Cholera heimgesuchten Hamburger Bevölkerung. In Damaskus erklärten sich etwa 50 Israeliten zur Annahme des Christentums bereit. Der Bann, welcher in allen Synagogen der Stadt gegen diese Leute verkündigt wurde, schreckte einzelne ab, während andere ihm kühn die Stirne bieten. — In Jerusalem traf die lange erwartete Erlaubnis zum Bau eines neuen Missions- Hospitals ein. Für dasselbe wurden bereits mehr als 7000 £ zusammengebracht. — In der Büchersammluug des verstorbenen Rabbiners A. zu Fez (im nördlichen Marokko) fand ein mit demselben befreundeter Israelit vor 5—6 Jahren ein Neues Testament. Dies Buch gewährte ihm das, was er in jüdischen Schriften vergebens gesucht hatte: das Brot des Lebens. Aus Furcht, der Rabbi könnte ihm das Buch wieder abfordern, wagte er es nicht, mit ihm über dessen Inhalt zu reden. Dagegen ließ er sich durch Jakobi *, 5 antreiben, mit dem Lesen des Neuen Testaments das Gebet um Erleuchtung zu verbinden. Gott erhörte sein Flehen und führte ihn zum Glauben an den Erlöser, welcher Davids Sohn ist. Als dieser Israelit vor einigen Monaten mit Miss. Zerbib in Mogador bekannt wurde, bezeugte er ihm seine Glaubensfreudigkeit mit 2. Tim. *, *2b. — Seit dem April d. I. treibt auch die Bischöfliche Methodistenkirche in New-Pork Judenmission. Prediger Gäblein hält an jedem Sonnabend Versammlungen, welche ebenso wie die predigten Warszawiaks Hunderte von Juden herbeiziehen. Auch giebt er ein Missionsblatt im Jargon heraus: ,,Mikweh Jisrael" (die Hoffnung Israels). — Auf Veranlassung des Evangelisten Moody reiste der Stifter der jüdisch.christlichen Gemeinde in Kischinew, I. Rabinowitsch, nach Chicago, um den jüdischen Besuchern der Weltausstellung das Evangelium zu verkündigen._ Empfangsbescheinigung. w. R.-J. 0,8t. Kfm. Z.-J. *,20. Sup. R.-F. 3. Dek. B.-h. P. M.-w. 8,6*. Sup. D.-J. *0,25. Missionsv. Gerl. 20. — Herzl. Dank! Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße **. Kommissionsverlag der Buchhandlung der Goßner'schen Mission, Friedenau-Berlin. Druck von windolff, Berlin Lharlottenstraße 88.