Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 11 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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83 der Vorbereitungszeit getauft werden. Ein alter deutscher Jude, der ebenfalls dem Auge des Vaters zum Lohne (Aoh. 6, folgte, konnte später nicht Worte genug finden, um die Seligkeit zu beschreiben, die er seit seiner Taufe genossen habe. Wieder ' und wieder dankte er seinein Lehrer für die ihm erwiesenen Dienste. Der älteste unter den Getauften war ein Elsässer. Rührend sah es aus, als der 7-(jährige Greis vor der Gemeinde erschien, um seinen Glauben zu bekennen und die Taufe zu empfangen. „Freuen Sie sich mit mirl" rief ein Jude in hüll dem Prediger Arönig zu. „Ach habe den Heiland ausgenommen. Ach bin getauft worden. Ach konnte dem Anerbieten der Gnade nicht länger widerstehen." Früher hatte eben dieser Mann die verschiedensten Tin wände gegen das Thristentum erhoben und war den: genannten Prediger vielfach entgegengetreten. Tin Aude in Paris, der mit Miss. Mamlock fleißig verkehrt hatte, nannte auf dem Sterbebett denselben seinen einzigen wahren Freund. Tr wollte zuletzt niemand mehr sehen als diesen Thristen und von nichts mehr hören als von Christo. An Rom bewies eine frühere Schülerin der Missionsschule durch ihre Sterbensfreudigkeit, daß der Same des Tvangeliums in ihre Seele tiefer eingedrungen war, als die Lehrerin erwartet hatte. Sie wandte sich an Christum als ihren einzigen Helfer in der Todesnot und verschied im Frieden, persische und abessinische proselyten bezeugten die Tchtheit ihres Glaubens durch die Standhaftigkeit, mit welcher sie schwere Verfolgungen ertrugen. Auch die Abstoßungskraft des Evangeliums äußerte sich aufs neue. Luk. 2, 3^. Einerseits stieß es solche ab, die völligem Unglauben verfallen waren und mit den im Bericht erwähnten römischen Auden sprachen: „Geld ist unser Gott; Banknoten sind unsere heiligen Schriften." Andererseits rief es den Widerspruch der Selbstgerechten und der Fanatiker hervor. Tin irischer Aude hatte sich nicht nur eine gute Aenntnis des Alten und Neuen Testaments erworben, sondern auch den Heiland gegen die Schmähungen anderer verteidigt und vor solchen Feinden des Tvangeliums von den Segnungen geredet, die Aesus der Menschheit gebracht habe. Aber auf dem Sterbebett entschied er sich gegen den Gesalbten Gottes und verwarf das heil dieses Heilands. Tr behauptete, daß er sich keiner Sünde bewußt sei und daher seinem Schöpfer getrost entgegentreten könne. „Ach brauche Euren christlichen Erlöser nicht", rief eine Aüdin in Braila, deren Mann ein geheimer Anhänger Christi ist. Sie wollte sich durchaus nicht in ein Gespräch über den christlichen Glauben einlassen. An Casale lästerte ein Besucher der von Miss. Arias einberufenen Versaiumlung den Namen, der über alle Namen ist. Manche Schriften, welche die Missionare verbreitet hatten, wurden zerrissen. (Daß die Geschichte einer solchen Schrift nicht immer zu Ende ist, wenn inan sie zerrissen hat, erfuhr Miss. Rosenstrauch. Tin Lemberger Buchbinder bat ihn, er möge ihn für eine dem Missionar gelieferte Arbeit mit „hrn. Motjus kleinem Buch" belohnen. Tr meinte das Tv. Matthäi, von welchem er ein ausgerissenes Blatt gelesen hatte. Der Mann war sehr glück-