Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 10 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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85 gewiß über 20, wobei noch einige Frauen, stehen, und ich kann durch die Gnade des HErrn wohl V2 Stunde ruhig und in Freundlichkeit zu ihnen reden. Und derjenige, der an ihrer Spitze steht und mir antwortet und spricht, ist der Lehrer oder Rabbiner selbst, wie ich bald hernach erfuhr, als er um Bibeln und andere Bücher zu mir kan: . . Das Schönste von allen: aber war mir, daß ein ältliches Männchen nach jener langen Unterredung . . sagte, und zwar zweimal: „Ihre Unterredung hat mir gefallen. Gr (der Herr Jesus) hat an: Kreuz gebeten: Vater, vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun! und er hatte doch die Macht, sich zu helfen." Und in diesem Geiste sprach er noch mehr und bat dann um Bücher für seinen . . kleinen Sohn, der auch studieren sollte. Dasselbe that auch eine Frau. — Der HErr sei für alles gelobet I Hamburg, den 2% Januar J862. — . . Nur wenig braucht der Mensch auf Erden, und dies wenige nur kurze Zeit. Du mußt vergessen, daß Du mit so vieler Mühe und Arbeitslast das Haus gebaut hast und Dich nun von allem Irdischen ganz losmachen und Dich nach der Behausung sehnen, die von: Fimmel ist, damit Du damit überkleidet und nicht bloß erfunden werdest. Auch wollte ich Dich noch besonders bitten und darauf aufmerksam machen, daß Du doch ja nicht Dein Vertrauen und Deine Hoffnung der Seligkeit auf irgendetwas, was Du hast oder gethan hast, als Dein Lesen, Beten, Singen, Kirch- und Abendmahlgehen, Almosengeben, kurz, was es auch sein mag, daß Du doch ja darauf nicht Dein Vertrauen setzen mögest, sondern nur ganz allein auf das Verdienst unseres Herrn Jesu, und daß Du als eine ganz arme, große Sünderin zu seinen Füßen liegen und in seine blutbeflossenen Arme fliehen und Dich dort verbergen mögest und mußt. Thue dies . .; damit hast Du ja genug zu thun und wirst keine Zeit übrig haben . . , an die irdischen Dinge zu denken und Dich dadurch zu beunruhigen, sondern mit dem Apostel Paulus sagen: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich nach dem, das vor mir äst: meiner himmlischen Berufung von Gott in Ehristo Jesu. Diese Gnade wolle Dir der HErr Jesus verleihen, sowie uns allen, um Seiner großen Liebe und Barmherzigkeit willen I Der HErr, unser gnädiger Gott und Heiland, sei und bleibe mit und bei Dir, in Gesundheit und Krankheit, im Leben und im Sterben, in Zeit und in Ewigkeit! Amen, ja Amen. Er verleihe, daß wir, wenn wir uns hier nicht Wiedersehen sollten, uns vor Seinem Throne wiederfinden und Ihn mit allen unfern lieben Vorangegangenen dort ewiglich und ohne Aufhären loben, lieben, preisen und anbeten mögen! . . Die Geschichte einer Inschrift. Ein vor 32 Jahren verstorbener, frommer Fürst fühlte sich gedrungen, dem Gott, dem er diente, auch dadurch seine Verehrung zu bezeugen, daß er hoch oben auf seinem schloß einen frommen Lpruch in weithin leuchtenden Buchstaben anbringen ließ, Wahrscheinlich hoffte er, hiermit zugleich seine Unterthanen heilsain zu bceinstussen