Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 9 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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70 möchtcn, als hörten wir sie zun: erstenmal! ÜNöchte sie aber auch rechte Gegenliebe in uns gegen einen so großen wohlthäter erwecken und uns zu allen: Ihm wohlgefälligen Guten kräftig antreiben und dringen, daß wir dem Apostel nachsprechen können: Die Liebe Christi dringet uns also u. s. w. Dies wolle Gr Dir . . und uns allen znm lieben weihnachtsfest gnädig verleihen! . . Hildesheim, den (0. Juli (86h — . . In Hannover hatten wir die Freude, Hrn. Goodhart zu sehen . . und nun ging es in Einen: Aoupee mit ihm nach Lehrte, wobei . . die Zeit dahin floh, so daß wir uns trennen mußten, ohne vieles besprechen zu können . . Um sind wir hier, dem HErrn sei Dank, glücklich angekonrmen . . Hildeshein:, den (5. Juli f86s. — . . Den christlichen Kaufmann 2tT. fände:: wir nicht mehr an: Leben . . Die Juden sind hier leider in: allgemeinen auch nicht geneigt, von dem HErrn Jesu zu hören. Mit einem Bücherantiquar . . hatten wir ein s'/r ständiges, schönes Gespräch. Am Sonnabend sprachen wir zusammen zu Einen: nach der Synagoge-und später ich allein zu 5—6 jungen Leuten, die sich dabei äußerlich ruhig benahmen. Als ich aber gestern wieder vieles zu einen: derselben sprach und ihn: zuletzt einige Traktate anbot, so nahn: er sie zwar an, warf sie aber gleich darauf zur Erde. Auch die arme alte Mutter von Herrn j)oper habe ich zweimal besucht, sie wollte aber durchaus nichts von den: HErrn Jesu hären . . Der Lehrer . . war etwa \'A Stunden bei uns und ist noch wie früher . . (Schluß folgt.) Christliche ZterbensfreudigKeit. Nach Abschiedsworten einer am 4. Juli W93 zu Altona entschlafenen Missionsfreundin, der Frau Johanna West, geb. Laberenh. Ich bin bereit, zu scheiden Und zu dem HErrn zu geh'n, Der durch Sein Todesleiden Und durch Sein Aufersteh'n Den Fimmel mir erschlossen, verscheucht des Grabes Nacht, Zu Seinem Neichsgen offen In Gnaden mich gemacht. Ich bin bereit, zu scheiden Und zu dem HErrn zu geh'«. Nun wird Er selbst mich weideil Auf Zions heil'gen Höhn. Nun wird Cr selbst mich führen, Der Hirt, den ich gewann, Daß mich kein Feind anrühren, Rein Mangel treffen kann. Ich bin bereit, zu scheiden Und zu dem HErrn zu geh'n. Wie groß sind dort die Freuden! Wie herrlich ist's, wie schön, Daß unverdieirtermaßell Ich darf dein Fimmel nah'n, Daß zu den gold'nen Gaffel! Mir offen steht die Bahn! Ich bin bereit, zu scheiden Und zu dem HErrn zu geh'n, Der ja mit heil'gen Eiden versprach, mir beizusteh'n Und lnir zuletzt zu senden Die Engel als Geleit', Daß sie auf ihren fänden Mich tragen aus der Zeit. Ich bin bereit, zu scheiden Und zu dem HErrn zu geh'n. Ihr solltet mich beneiden, Daß Er nun hört mein Fleh'n. Was haltet Ihr hienieden, Ihr Lieben, mich zurück? Ich komme nun zum Frieden, Zum ew'gen, reinen Glück. Ich bin bereit, zu scheiden Und zu dem HErrn zu geh'n. O, laßt auch Luch bekleiden, Xllit Heil von Ihm verseh'nl Dann darf ich mit Luch allen Einst fröhlich Hand in Hand Auf jenen. Straßen wallen Im ober'n Vaterland.