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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 9 (1893) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
9 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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68 3ef. 53 aber ist diese Gnadenerweisung abhängig von dem stellvertretenden Leiden des von Gott verordneten, sündlosen Trägers der Sünden, d. h. des Messias. Eine Ahnung von diesem Wege des Heils enthält die Stelle des jüdischen Gebetbuchs, die ich im Auge habe: „Der Messias, unsere Gerechtigkeit, hat sich von uns gewandt." Erläutert wird dieselbe durch einen Satz im Midrasch: „Der Messias wurde zur Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels geboren, aber aus der Mitte der Menschen in den Garten Eden versetzt. Er wurde zerschlagen nach der Schrift" (Ies. 53, 5). Sollten solche Aussprüche nicht dazu reizen, gerade heute zu den Ehristen, den „Meschichijjim", zu gehen und einmal ernstlich zu erwägen, ob nicht ihr Messias doch der wahre ist? Wenn solche Forscher unserer Einladung gefolgt sind, so bezeuge ich ihnen die heilige Wahrheit: „Gott hat Iesum aus Davids Samen geboren werden lassen, dem Volk Israel zum Heiland." Die Wurzel des Lebens Jesu war heilig, und heilig waren auch die Zweige. Weder Erbsünde, noch wirkliche Sünde zeigt seine Geschichte. Aber er nahm unsere Sünden auf sich. Wer von seinem Geist sich zum Glauben an das Ebenbild Gottes, das in Jesu erschienen ist, erziehen läßt, der erlangt Frieden für das geängstete Gewissen, einen Frieden, der auch angesichts der Ewigkeit standhält. Durch den Glauben an Iesum kann Israel, das jetzt „Lo Ruchama" heißt (Hof. (, 6), aufs neue bei Gott Erbarmen finden (2, 25). prüfet, die Ihr die Wahrheit suchet, diese Lehren an der Schrift! Betrachtet sinnend, was die Bibel über die Versöhnung sagt! Blicket namentlich in den klaren, tiefen See des Neuen Testaments, aus welchem uns mehr als aus einem andern Teil der Bibel ein glänzendes Sonnenantlitz entgegenleuchtet: die Sonne der Gerechtigkeit und des Heils (Mal. % 2)1 Vater im Himmel I Sündenbefleckt stehen wir vor Dir. Nach strengem Recht wären wir verloren. Aber Du willst Dich um Jesu Lhristi willen unser erbarmen und Gnade für Recht ergehen lassen. Schenke uns allen den rechtfertigenden und heiligenden Glauben an Ihn, dessen Blut das einzige Sühn- und Versöhnungsmittel ist! Anren. Ein Missionarsleben in Briefen. (Fortsetzung.) Norden, den 29. Juni (860. — . . In Aurich . . habe ich mit ziemlich vielen Juden gesprochen, auch mit einem proselyten Namens Balin, der uns vielleicht bald mit einer Tochter in Hainburg besuchen wird . . Besonders gefreut habe ich mich über den reformierten Generalsuperintendenten Dierksen und den lutherischen Generalsuperintendenten Gossel, sowie den lutherischen Pastor Kirchhof, bei dem ich mit Gossel den Montagabend war . . Der liebe Dierksen entließ mich mit einem brüderlichent Kuß . . Hier ist der merkwürdige proselyt, der so viel zu leiden gehabt hat lim seines Glaubens willen. Sieben Jahre hat er unter Vormundschaft gestanden, und dann konnte er erst Unterricht nehmen und getauft werden . . Norden, den 30. Juni (860. — . . Gestern abend war der

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