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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 8 (1893) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
8 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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62 einer andern Strafe mit Juden. <£s waren ihrer etwa zehn, als wir sie anredeten. Einige gingen ab, andere kamen hinzu, und so schlecht der uns über sie gegebene Bericht lautete, so fanden wir sie doch freundlich: nicht Einen Unhöflichen. N)ir sprachen, meistens jeder von uns besonders, etwa j'/2 stunden lang mit ihnen. U)ie wir bei dem schlechten Bericht wegen einer guten Aufnahme sehr besorgt gewesen waren und darum gebetet hatten, so mußten wir nun dem HErrn dafür gemeinschaftlich danken . . Um 6 kam E)r. Tapper. 3n dem Vereinslokal waren alle drei Stuben oben gefüllt und eine große Hitze. Gesungen wurde in holländischer Sprache aus Pf. 65. 3cfy hielt ein Gebet, las einen Teil von 3§h. 4 und predigte durch Gottes Gnade über Vers JO. Die Versammlung mochte J00-—J50 Personen betragen. Am Schluß blieb ich noch mit mehreren ernsten Männern bis etwa um 8 Uhr . . Soeben war f}r. Hauptmann Begemann bei mir . . und brachte mir einen Gruß von feinem Bruder, dem Pastor. Br. West . . ist zu Pastor Volkquard . . Aurich, den 22. 3uni J860. — . . 3ch kann es nicht länger anstehen lassen, . . Dir über das, was der HErr in der nun bald wieder verflossenen Woche an uns und besonders an mir gethan hat, einige Nachricht zu geben, worüber Du Dich mit mir freuen wirst. (Folgt zunächst ein Bericht über einen glücklich bestandenen Fieberanfall.) Da am Mittwoch Viehmarkt war, wo die 3uden die Hauptkäufer zu sein schienen, und viele auf dem Marktplatze waren, so sprach ich zu einigen . . Es folgten mir etwa JO nach, zu denen ich in dem großen Saal sprach . . Bald nach 3 Uhr fuhr ich mit der kleinen Treckschut ab und kam um 8 Uhr glücklich hier an. Das kleine Schiffchen fuhr so sanft und so leicht, von zwei Pferden, auf denen ein kleiner Postillon saß, gezogen, daß ich wünschte, Du wärest auch darauf. Eine Strecke weit reiste eine Tabak schnupfende Dame mit ihrer kleinen Tochter mit, auch zwei 3uden von hier, mit denen ich etwas sprach . . Nachmittags redete ich hier etwa fünf 3uden und 3üdinnen an, die aber nicht sehr geneigt waren, zu hören, und von denen sich die zwei letzten, die Frauen, auch entfernten, als ich den Namen des Messias nannte . . 3ch besuchte den reformierten Generalsuperintendenten und fand in ihm einen frommen, gläubigen Mann. Da unsere Pässe in Emden über Oldenburg nach Hamburg zurück visiert worden sind und namentlich Norden aus dem Wege liegt, so verwandte er sich für mich und brachte mir bald hernach selbst die Antwort, daß der Bürgermeister hier den Paß über N. visieren will. (Fortsetzung folgt.) Ire Klufenordnung in den Hsfenvarungen Hottes. Es ist Gottes Art, daß er nirgends mit einemmal Fertiges schafft, sondern alles werden, vom Niedern "zum Löhern sich entwickeln läßt. So zeigt's uns die Geschichte der Schöpfung, wo der Gestaltung der Erde die Pflanzenwelt, dieser die Tierwelt, endlich der Mensch folgt. So zeigt's uns der Frühling, wo aus dem Reim das Blatt, aus dem Blatt die Blüte ersteht. Und dabei sehen wir niemals die Übergänge jäh und unvermittelt, sondern allmählich und planvoll vorbereitet. Die Frucht setzt an,

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