Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 8 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2555009-2555017--09279-2565420- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
crbcivmon! . . 3n der Airche waren . . we^ligstens 2—500 Zuhörer, wenn nicht nrehr. Der HErr half nur gnädiglich. Ihm sei Dank! Osnabrück, den 9. Juni ](860.— . . Leider bin ich durch mein Unwohlsein verhindert, nach außen etwas zu thun. Ich habe gestern aber um so öfter gebetet . . Der HErr wolle mich bald wieder tüchtig und aus Gnaden würdig machen, etwas in seinem heiligen Dienste zu thun! . . Leer, den \5. Juni J(860. — . . Es thut mir leid, daß ich Dich durch meinen Brief aus Osnabrück so beunruhigt habe. Du weißt aber, daß ich gerne immer die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit sage . . heute waren wir per Omnibus (unser Uellner sagt! Unterbvs) in einem zwei stunden von hier entlegenen Flecken . . und hatten in der dortigen Synagoge ein langes und ruhiges Gespräch mit dem jüdischen Lehrer und dessen Vorgänger, einem 8ljährigen Juden, der 2\ Ainder gehabt, in Gegenwart einer seiner Tächter, die uns die Synagoge öffnete . . Gestern besuchten wir zuerst Prediger . ., dann einen christlichen Kaufmann . . Die Leute wünschen, daß wir öfters kommen mögen, der vielen Juden in dieser Gegend wegen. Wenn der Weg nur nicht so weit wäre! . . Noch viel über das, was die Hauptsache ist, das Gebet, Vertrauen auf den HErrn u. s. w., zu schreiben, muß ich leider anstehen lassen . . Betet ja recht oft und fleißig für mich und uns und unser Werk! Gestern sprachen wir eine jüdische unwissende Familie und den hiesigen Lehrer, ohne sonderliche Aufnahme zu finden. Emden, den (8. Juni (860. — Ja, gelobet sei der HErr für seine große Barmherzigkeit! So mögen wir wohl beim Anfang eines jeden Briefes, den wir an einander richten, ausrufen. Denn zwischen einem jeden Brief liegt wieder viele neue Barmherzigkeit und Gnade . . In Leer ließen wir uns am die Iudenschule zeigen . . und hatten wieder ein Gespräch mit dem Schuldiener und einer jungen Frauensperson . . Dann besuchten wir nochmals die Iudenstraße, wo wir früher das Gespräch hatten, fanden aber für besser, uns nicht aufzuhalten, da . . sich eine Aufregung unter den Juden zeigte . . Wir besuchten zwei ältliche Schwestern, welche eine Schule für erwachsene Mädchen halten und eine Schwester haben, die an einen Missionar in Eelebes verheiratet ist, von der sie einen Knaben bei sich hatten. Sie sind große, sehr große Freundinnen der Iudensache. Bei den Heiden sei ihr Blut, sagte eine von ihnen, bei den Juden ihr Gut. Sie arbeiten nämlich für Jerusalem. Wir wollten dann noch von dem lieben Pastor Warnke Abschied nehmen, fanden sie aber schon bei Tisch. Wir . . reisten um ‘4 nach 5 hierher . . Da hier ein Kolporteur der Traktatgesellschaft wohnt, . . so suchten wir ihn auf und hörten von ihm besonders von einem Kaufmann, der mit Juden verkehre. Diesen besuchten wir daher nachmittags und hörten von ihm etwas über den Rabbiner und von den Juden, daß sie sehrungebildet und unfreundlich seien . . Wir besuchten darauf den Rabbiner uno hatten ein freundschaftliches Gespräch mit ihm, zuletzt über die Verbreitung der Erkenntnis Gottes. Dann redeten wir in