Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 7 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nicht mir das- 2tltc; auch das ITcue Ccffamcitt laßt uns hoffen, daß Gott sich seinen: Volke in Liebe wieder zuwenden und dessen Traurigkeit in Jubel verwandeln werde. Der Apostel Paulus, dessen Liebe zu Israel so groß war, daß er gerne sein Leben für sein Volk geopfert hätte, wußte und weissagte von der geistlichen Auferstehung, welche den geistlich Toten bevorsteht, von dem Frühlingsmorgen, welcher die lange Winternacht beenden wird, von der Wiederherstellung des Dauses Jakob, bei der es in neuer Schöne prangen soll. And so hat denn Israel wie an dem Sabbath „Nachamu", der auf den l). Ab folgt, so an diesem Gedächtnistage selbst ein Recht, des Sabbaths zu gedenken, an welchem Gott sein Volk trösten und mit Jerusalem freundlich reden wird. Aber freilich muß es zuvor eine Bedingung erfüllen, ehe der göttliche Helfer die verheißene Hilfe wirklich gewähren kann, hieran erinnert die dritte Glocke im dreifachen Geläute des 9. Ab. Forschet nach, so ruft die Sturmglocke den Rindern Abrahams zu, fraget Euch und Türen Gott, was vor \825 Jahren den Untergang Eures Heiligtums verursacht hat, und warum die Nachwirkungen dieses Ereignisses bis auf den heutigen Tag fortdauern! Die babylonische Gefangenschaft währte doch nur 70 Jahre: warum nimmt die römische nach \S Jahrhunderten noch kein Ende? Muß nicht eine besondere Sünde vorliegen? Nuß sich darum nicht auch, die Buße auf einen besonderen Punkt richten? Der Lhrist erkennt in allen Leiden Israels die Strafe für die Verwerfung Jesu, des Messias. Den Untergang Jerusalems betrachtet er als die Erfüllung der Drohung, welche der Heiland selber unter Thränen aussprach: „Es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Rinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten, und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen: darum, daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist." Auf Iesum wiesen alle früheren Gottesosfenbarungen hin. Sein Lebensgang deckte sich mit den Weissagungen. Auch sein Tod am Holz der Schmach war vorausgesagt. Der Unecht des HErrn sollte hinweggerissen werden aus dem Lande der Lebendigen. Der Gesalbte sollte ausgerottet und 311 nichte werden, nichts mehr sein eigen nennen und überhaupt nichts mehr sein. Das Schwert sollte sich aufmachen über den Hirten Gottes, über den Mann, der dem HErrn der nächste war, den Mann seiner Gemeinschaft. Der Tod des Messias sollte den Opferdienst zur Vollendung bringen. Gott beabsichtigte den Sündern seine Gnade zuzuwenden, wenn sie das bei der Schlachtung seines unschuldigen Lammes vergossene Blut als Heilmittel annehmen würden. Er gedachte gut zu machen, was die Mörder seines Sohnes' böse machten. Aber Israel verkannte die Absichten des höchsten und verachtete seine Gedanken. Darum ist es dem Gerichte verfallen. Soll eine neue Zeit für Dich beginnen, Du armes, unglückliches Volk, so mußt Du den dunkeln Punkt in Deiner Geschichte scharf ins Auge fassen, der von der Mehrzahl Deiner Rinder leider immer noch übersehen wird. All Deiner Aussöhnung mit Gott genügen Dein