Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 6 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Putzmacherin, sagt, zu Schiff weggereist. Diese will die ihr damals geschenkte „Maria" gelesen haben, kann mir aber nicht Ein Wort davon sagen. Das Buch befinde sich im Verwahrsam bei ihrer Mutter (?). Ich rede einiges zu ihr und zu ihrem herbeikommenden Bruder — wenn nicht Mann — , aber weder das eine noch das andere zeigt ein Verlangen, sich mit mir einzulassen oder etwas vom Lhristentum zu hören. Leider hämmert ein Glaser an einem Fenster. Ich gehe weg, kehre aber nochmals uni und spreche zu dem jungen Mann an der Hausthür und lade ihn zu mir ein . . Die Schwester oder Frau sagt ihm etwas nur Unverständliches, und ich gehe — gehe in ein anderes mir von jenen: Arbeitsmann bezeichnetes Haus, treffe den Mann aber nicht, nur ein junges Mädchen, welches fragt, ob sie es nicht bestellen könne . . Da ich nun doch schon etwas bekannt geworden bin, . - so hoffe ich mit des HErrn gnädiger Hilfe noch Eingang zu finden und etwas thun zu können. Der HErr verleihe es, — hilf mir darum beten! . . Nach Abgabe des Briefs werde ich meine Wanderung zu den Juden wieder antreten . . Aiel, den {n. Mai (809. — . . Als ich meinen Brief an Dich abgegeben hatte, . . ging ich bald nachher wieder aus und fand bei einem angesehenen Juden . . eine gute Aufnahme . . Er kennt Bauingarten und Rehoff und hat mit ersterem viel Umgang gehabt. Nun kannst Du Dir denken, daß wir gleich gute Freunde waren und viel von B. mit einander sprachen. Auch lud er mich auf gestern wieder ein, wo ich wieder eine Stunde dort war und auch seine Frau sah und sprach, welche wünschte, daß alle Menschen eins sein und alle Juden getauft werden möchten. Auch fand ich gestern eine freundliche Aufnahme bei seinem Bruder, dessen Sohn vor 2 Jahren bei uns war, und der auch vorgestern mit einem Sohne des andern lange bei mir war. Der HErr gebe, daß ich heute und morgen . . noch recht viel zu thun haben möge! . . Forts. . . ' Zu Haus, in Hamburg, ist es schwer und auf der Reise ist es schwer. Doch kann es nicht immer so bleiben. Der HErr wird Seine ihnen (den Juden) gegebenen Verheißungen doch noch erfüllen, wenn wir es auch nicht erleben sollten. Rendsburg, den Mai (859- — . . Mein längeres Bleiben in Aiel ist, wie ich hoffe, noch so weit gesegnet gewesen, daß ich heute noch Gelegenheit hatte, viel mit 2 jungen Juden zu sprechen, welche, wenn sie nicht nach Kopenhagen gehen, um Christen zu werden, vielleicht zu diesem Zweck nach meiner Rückkehr zu uns nach Hamburg kommen ... Den (5. Mai. . . Es predigte Herr Pastor Müller und nicht der Propst Lallisen . . vor im ganzen vielleicht kaum (00 Personen. Wenn ich nicht etwa einem Juden heute begegne, so werde ich, so der HErr will, meine Arbeit erst morgen beginne::. Möge der barmherzige Heiland und Welser aus Gnaden mit nur sein und mir hier viel mehr zu thun geben, als ich in Aiel hatte! . . Bei meiner Reise hierher mußte ich gestern in Neumünster über 2 Stunden warten. Ich las zuerst eine Anzahl Aapitel in der Apostelgeschichte, die ich, wie