Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 6 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Rindern . . Die Juden sind hier nicht geneigt, vom Christentum zu hören. Einer war gegen Mallet sehr unwillig, weil er über seine predigt in der „Reform" gelesen hatte. Der HErr erbarme sich ihrer und lasse sie ihre wahren Freunde erkennen! Delmenhorst, den 20. Okt. ^858. -- . . Nun noch etwas über Oldenburg. Bei den christlichen Freunden, die ich kennen gelernt habe, habe ich gesegnete und recht angenehme Stunden zugebracht. Ls ist sehr viel über das Wort Gottes gesprochen, auch gesungen und gebetet worden. Es ist in der That sehr zu bedauern, daß es in Hamburg und Altona und auch bei uns zu Hause nicht auch so geschieht . . , ich wünsche, daß es dahin käme . . In einer Familie, wo ich gestern abend mehrere Stunden zubrachte, und wo auch noch andere zugegen waren, wurde z. B. ein Teil des letzten Aapitels der Apostelgeschichte und des ersten an die Römer durchgegangen und darüber vieles gesprochen, nachdem das Essen vom Tisch war . . Bei den Juden hat leider nicht viel geschehen können . Doch habe ich 5 pentateuche verkauft und einige Traktate und eine Epistel an die Römer verschenkt. Als ich . . einem Raufmann einen Teil des Alten Testaments anbot, um in ein Gespräch zu kommen, sagte er, das Zeug wolle er nicht. Ein anderer wollte auch nicht mehr mit mir sprechen, nachdem ich bei ihm gewesen . . Ebenso wollte einer, der heute mit mir hieher fuhr, nichts mehr hören, nachdem ich eine Zeitlang mit ihm gesprochen hatte . . Ls sollen 6 jüdische Familien hier sein . . Der HErr wolle in Gnaden mit mir sein und nur Gelegenheit geben, dem!)olk Israel Sein heil zu verkündigen! Den 2\. . . Ich ging zuerst zu einem christlichen Buchbinder, der mir empfohlen worden war, und hörte hier von einer jüdischen Familie. Als ich hinging, wurde ich, dem HErrn sei Dank, freundlich ausgenommen, sodaß ich mit einem Nkanne . . mich eine Zeitlang ruhig unterhalten konnte. Er kaufte auch einen Psalter, und ich gab ihm 5 Traktate mit der Bitte, sie zu lesen und die Sache zu prüfen und zu überlegen, wozu der HErr ihm Seine Gnade schenken wolle. Er soll zuweilen die christliche Rirche besuchen . . Bremen, den 22. Okt. \858. — . . In Delmenhorst habe ich mit mehreren Juden und noch bis kurz vor meiner Abreise heute gesprochen und \ Psalter verkauft, \ Neues Testament und mehrere Traktate verteilt. Bei einem war ich zweimal. Das letztemal, wo ich ihm das N. T. gab, waren auch andere zugegen, und ich ging weg mit dem Worte in meinem Herzen: Lobe den HErrn, meine Seele! Der HErr wolle auf alles Seinen gnädigen Segen legen! . . Riel, den Nkai \859- . . — heute morgen ging ich aus. Indem ich mich nach dem Hause umsehe, in dem die jüdische Familie wohnte, bei der ich vor zwei Jahren Eingang fand , . . entdecke ich, daß es abgebrochen ist, erkundige mich aber beim Nachbar und werde zu einem Juden . . gewiesen, von dessen Rindern ich die Straße erfuhr . . Ein Arbeitsmann bietet sich für \ Sch. als Begleiter an (ich gab ihn: hernach 2) und sagt mir noch von mehreren Juden. Leider ist weder Nathan noch seine Frau zu Hause, sondern, wie die Tochter, eine