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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 6 (1893) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
6 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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43 und er selbst auch nicht, denn er war wie in der Mache gekleidet. i£r ließ sich jedoch in ein Gespräch ein, wozu ich die Veranlassung von einem Bilde Moses . . , das in der Stube hing, nahm. Eine Zusammenkunft der Juden hatte aber nicht stattgefunden, da manche nur am Versöhnungstage kämen und nur 4 Familien dort seien. Nach oder bei dem Gespräch gab ich ihm 5 Hefte des „Mahren Israeliten", deren Lesen der HErr an ihm segnen wolle, sowie das mündlich zu ihm geredete Mort. Von den andern Juden sahen wir keinen, da wir gerne weiter wollten und Bremen über 12 Meilen entfernt war. Merkwürdig war es, daß wir . . den Berliner proselyten antrafen, der auch nach Bremen wollte, . . und den wir nun mitnehmen konnten . . Am Sonntage hörten wir Mallet, und zwar eine herrliche, wichtige Predigt über Petri 5, 6 . . Den 2. Teil des Verses . . wollte er das nächstemal behandeln. Er sprach erst von Petrus. Sein Fall und seine Bekehrung habe ihm immer lebendig vorgefchwebt, er habe nun aber auch zum himmlischen Leben stets ermahnt . . Er sprach dann von der milden Hand Gottes, die uns soviel Gutes erzeigt, endlich aber von der gewaltigen Hand Gottes, wobei er auch der vielen hundert Verunglückten auf dem Schiffe (der Austria) gedachte, und sagte, daß seit der Zerstörung Jerusalems nicht auf einem so kleinen Raum so erschrecklich großes Elend und Not gewesen. Zuweilen scheine Gott lauter Strenge und Zorn und garnicht gnädig zu sein. Unter diese gewaltige Hand müßten wir uns deinütigen. Mer da meine, demütig genug zu sein, sei es noch garnicht . . Vor Anfang des Abendgottesdienstes . . traten wir bei Mallet ein. Als er mich sah, kam er auf mich zu und küßte mich . . Mir gingen dann zusammen in die Airche und in seinen Stuhl . . Nach der von dem andern Pastor gehaltenen predigt . . fand die Trauung des Stadtmissionars statt . . Montagvormittag besuchten wir den jüdischen Prediger und Aantor (d. h. dieselbe Person bekleidet beide Ämter) und hatten ein beinahe 2 stündiges Gespräch mit ihm, . . dann den Pastor Müller, Mallets Aollegeu, der uns sehr freundlich aufnahm und uns über die Juden manche Auskunft gab ... Den J6. Okt. Soeben komme ich von der Synagoge. Ein Israelit, mit dein ich gestern etwa 3/4 Stunden sprach, und den ich heute bei der Synagoge anredete . . , wollte sich in kein Gespräch mehr einlassen . . Auch wollte er auf meine Frage, wann sie den HErrn, ihren Gott, und ihren Aönig David suchen würden, da sie nun schon so lange ohne Aönig u. s. w. sind, nicht antworten. Zwei andere dagegen, denen ich dieselbe Frage vorlegte, versprachen mir eine Antwort und nahmen auch ein Traktätchen an . . Oldenburg, den (8. Okt. J858. — . . Gestern hörte ich eine gute Predigt . . und hielt durch des HErrn Gnade auch eine im Brüdersaal über (. Joh. 2, 28 . . , wo ich auch schon Donnerstagabend geredet hatte . . Ich war bei der jüdischen Familie, die ihre Ainder hat taufen lassen: ü zu Einer Zeit, vor 8 Jahren, und wie sie seitdem geboren worden sind. Ich traf leider den Mann nicht . . , hatte aber ein angenehmes Gespräch mit der Frau und 2 älteren

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