Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 5 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2555009-2555014--09253-2565391- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
58 redung mit Herrn Goodhart und ‘Kapitän Layard über unsere Angelegenheiten gehabt habe, kann ich Dir jetzt mit Freuden das Resultat Mitteilen, . . daß wir noch ferner in Hamburg bleiben sollen . . Nachdem wir gestern mittag einzeln mit den Herren gesprochen, waren wir wieder von 5 — 9 in dem Komiteezimmer erst zum Thee, dann Lesen (Off. 5, I ff.) und Gebet, dann Diskussion und nochmals Gebet . . London, den (5. Mai (858. — . . Bei den lieben M'Tauls waren wir diesen Mittwochabend. Unter 54 Personen waren etwa (0 Zudenchristen, namentlich auch die Frau des verstorbenen Bischofs Alexander nebst 5 Töchtern . . Gestern mittag sahen wir die königliche Münze und den Tower, die Festung, und darinnen viele Seltenheiten, auch die Krone der Königin und mehrere andere Kronen, Zepter und Schilde von Gold . . Gestern waren wir bei dem Zahresfest der hiesigen Anstalt, welches von 6 bis gegen V» (u dauerte, und wobei schöne Reden gehalten wurden, zuletzt auch eine von mir, fast unvorbereitet, da mir erst dort eine Resolution in die Hände gegeben wurde. Doch half der HGrr auch diesmal — auch sprach ich nicht lange. Den (8. Mai . . Gestern konnte ich nicht antworten, weil ich mich wieder vorbereiten mußte, um abends . . eine Rede zu halten. Dies ist nun durch Gottes Gnade auch geschehen . . Die Versammlung war nicht so groß wie die letzte . . , aber es mochten zuletzt doch gegen (00 Personen zugegen sein. Br. Lange sprach recht gut, gerade 20 Minuten, wie bestimmt war, und Graf kam durch Gottes Gnade auch durch, obgleich er, da er viel von den Schulen erzählte, immer „Schildern" statt „Tschildern" sagte und Mühe hatte, das Deutsche zu unterdrücken . . Heute sollen wir . . bei f)m-n Goodhart zu Mittag sein, vorher aber den Glaspalast sehen, um doch des Sehenswerten etwas zu sehen, wiewohl ich, wie Du weißt, kein großes Verlangen darnach trage . . Heute, den (ft., sollen wir . . mit Gebet entlassen werden . . Forts. . . Um ( Uhr mußten wir beim Komitee sein. Etwa (8 Mitglieder, beinahe die ganze Zahl, waren versammelt, als wir eintraten, . . darunter auch der Bischof, den wir neulich gehört hatten. Von ihm, wie von dem Vorsitzenden, Herrn Strachan, bei dem wir morgen sein sollen . . , wurden wir besonders freundlich empfangen und mit Händedruck bewillkommt. Dann wurden unsere Namen verlesen und die Zahl der Zahre, die jeder außerhalb gewesen. Dann hielt der Bischof . . eine schöne Rede an nn§, in welcher er ein rechtes Zeugnis seiner demütigen Gesinnung gab, denn er sprach — denke Dir! — von Sitzen zu unfern Füßen, und in der er uns auch der großen Teilnahme an uns und unserm Ergehen versicherte. Darauf hielt der liebe Tohen, ein Proselyt, ein herrliches Gebet, worauf der Bischof den Segen des Herrn über uns sprach. Ich konnte nicht umhin, in meinem Namen und im Namen der Brüder unfern aufrichtigen und demütigen Dank für die vom Bischof gegen uns ausgesprochenen Gesinnungen zu sagen »nd zu bemerken, daß, wie der Heiland die Gesellschaft nun r>o Jahre erhalten, Er sie auch noch