Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 4 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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27 Hannover, den 29/ Aug. $57. — . . Unter den Juden ist hier schwerlich noch etwas zu thun, da sie sich bei der Synagoge . . nicht gut gegen uns benahmen. Ich konnte jedoch darnach recht ernstlich für sie beten . . Hildesheim, den Sept. $57. — . . In Hannover verlebte ich noch einen gesegneten Sonntag, indem ich zuerst in der ref. Airche eine gute predigt und dann in der äußerst schönen Airche im kgl. Schloß eine sehr belehrende und nützliche über die Gabe der Sprache nach dem Tv. vom Taubstummen hörte. In letzterer kam B. vor, daß der HTrr bei der Geburt eines jeden Aindes sein allmächtiges Hephathah spräche . . Ttwa die Hälfte der Zuhörer waren Soldaten . . Nachdem ich auch noch gestern, in der Absicht, etwas unter den Juden zu thun zu finden, umhergegangen war, reisten wir hierher . . Bei unserm Ausgange suchten wir zuerst den uns von Hrn. Moritz empfohlenen Hrn. Maier auf, fanden aber statt seiner seine in Trauer gekleidete Frau und Tochter, da Hr. M. vor ' 2 Jahre . . gestorben ist. Mir blieben eine gute Meile, die Betrübten tröstend . . Mir sind leider dadurch auch in unserer Hoffnung, durch Hrn. M. mit den Juden zusammenzukommen, getäuscht und wollen daher jetzt zu einem oder mehreren von den Predigern gehen, um . . etwas über sie zu erfahren . . Nach der Rückkehr nach Hause kann ich Dir bessere Nachrichten mitteilen. Der rechte M. ist nicht gestorben, sondern lebt noch und wird uns diesen Nachmittag sogar zu einigen Juden begleiten. Mir erfuhren dies von einem Prediger Hardeland, Bruder des Missionars H. Bei M., den wir nun gleich aufsuchten, fanden wir einen die zerstreuten Gemeindeglieder besuchenden Bruder . . Tr wird diesen Abend bei M. eine Andacht halten, wozu letzterer uns einlud . . Ja, wir sollten schon gleich zum Mittagessen dableiben . . Mo wahre Liebe zu dein Herrn Jesu ist, da ist solche auch zu den Brüdern . . Eben sind wir . . zurückgekommen, nachdem wir in Begleitung des Hrn. M. an mehreren Orten mit Juden . . gesprochen haben. . Vielleicht geht es morgen etwas bester, wiewohl es sich nicht von allen erwarten läßt. Der HTrr wolle es bessern bei dem armen Volk! . . Peine, den 5. 5ept. $57. — . . Tin ziemlich empfindlicher Schmerz in dem doppelten Zahn . . ist vergangen. Das angewandte Mittel war einfach das Gebet. Ich bat den HTrrn, da Tr mir ihn so lange, nahe an 60 Jahre, erhalteil, inir ihn noch länger zu erhalten. Und siehe, der Schmerz hat sich ganz verloreil! Dem HTrrn sei Lob und Dank dafür! Mer nur immer recht gläubig beten könnte! . . Gestern nachmittag kainen wir hier an und gingen noch zu einem christlichen Seilermeister, der Hrn. Moritz kannte, von dem er uns sagte, daß er die hiesigen Juden nicht wieder besuchen werde, da er sie so abgeneigt gefundeil habe. Dieses machte einen betrübenden . . Tindruck auf mich, trieb inich aber um so mehr zum Gebet an. Auch beteten wir heute vor dem Ausgang in die Synagoge beide gemeinschaftlich. Matth. $, \0. Und siehe, es ging ungemein gut! Mir kamen, als sie aus der Synagoge gingen, und baten einen der letzten, sie.uns zu zeigen, was bereitwillig geschah. In der Synagoge trafen