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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 4 (1893) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
4 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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26 Mann zeigt, welcher in die Wolken hineingeht, und welchen: Unzählige mit offenen, verlangenden Armen nachschauen. In neuerer Zeit hat z. B. Tngelbach Matth. 27, dichterisch behandelt (,,Die Frauen der heil. Schrift", 5. \50 f.). Zum Schluß noch einige Anmerkungen, die sich auf das sittliche und das religiöse handeln beziehen. tz Die Geschichte von der Gemahlin des' Pilatus giebt einen Wink zur richtigen Lösung der sozialen Frage. Wenn sich einer des andern liebreich annehmen wollte, wäre viel gewonnen. Gegenüber der grauenhaften Selbstsucht, welche alle gesellschaftlichen Ordnungen aufhebt, muß nachdrücklich betont werden, daß wir Menschen als Brüder und Schwestern zusammengehören, auch wenn wir nicht demselben Stande oder Religionsbekenntnis angehören. Jeder hat die heilige Pflicht, für seinen leidenden Nächsten zu reden und zu handeln. In besonderem Sinne gilt dies von dem ehelichen Verhältnis und ist das Leben des Mannes an dasjenige seines Weibes geknüpft. Alle Frauen sollen den Fußspuren der in echter Treue um die Ehre und den Seelenfrieden ihres Gatten sorgenden Römerin folgen. Und alle Männer sollen nach ihrem Vorbild bedacht sein auf und bekümmert sein um das Wohl ihrer Frauen. Die Gemahlin des Pilatus berief sich auf einen Traum, und gewiß kann man von jenem Traum mit Homer sagen: Tr war von Gott. Aber wir haben noch bestimmtere Kundgebungen des Willens Gottes, nach dem unser Leben eingerichtet werden soll. 2. Nicht immer kommen wir mit der Fürsprache vor Menschen aus, wenn wir uns für den notleidenden Nächsten verwenden. Abraham redete für Sodom und Gomorrha mit Gott. Lhristus betete am Areuz für feine Mörder. Stephanus flehte unter dem Steinhagel falscher Zeugen für dieselben den göttlichen Messias an, auf dessen Vermittlung vor Gott das (Christentum seine Bekenner hinweist. Tin Lhrist ist, wer Thristi Namen in. allen Lagen des Lebens anruft (tz Ror. 2, H). Tngel und Heilige dürfen unsere Fürsprecher nicht sein: Wir haben einen Fürsprecher beim Vater, Iesum Lhristum, der gerecht ist (f. Ioh. 2, j). Der, welcher zur Rechten Gottes sitzt, vertritt uns (Röm. 8, 5^). Tr kann die selig machen, die durch ihn zu Gott kommen. Tr lebet immerdar und bittet für sie (Hebr. 7, 25). Ein Missionarsleben in Briefen. (Fortsetzung.) Burgdorf, den 25. Aug. 1(857. — . . Mit Juden haben wir durch die Gnade des HTrrn auch hier etwas zu thun gehabt: gestern mit Einem und dem Lehrer, heute mit etwa 6—8, d. h. so viele hörten dem Gespräch zu, obgleich nicht alle sprachen. Auch waren heute bei einem Gespräch eine Anzahl Rinder und einige Lhristen. Der jüdische Lehrer nahm auch mehrere (5) Traktate an. Der HTrr wolle alles segnen! . . Tin großer . . Wald- und Heidebrand ist seit Montag in dieser Gegend entstanden . . Hunderte von Bienenstöcken sollen verbrannt sein, — die armen Tierchen! . .

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