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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 4 (1893) · page 1

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Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
4 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Ar. 4. — 49. Jahrgang. — 1893. Anhalt : Osterjubel. — Die Gemahlin des Pilatus (Schluß). — Ein Missionarsleben in Briefen (Forts.). — Den Armen wird das Evangelium gepredigt. — Kleine Missionszeitung. — Zu Joh. 15, (3.— Die zweite Eisenbahn in Palästina. — Zur Statistik. — Bücherbericht. — Empfangsbescheinigung. — Anzeige. Osterjubel. Lin halleluja schalle heut' über Land und Meer! Der HLrr ist auferstanden; das Felsengrab ist leer. Ls hat der Löwe Judas bezwungen jeden Feind. Den Jüngern nahet wieder der allerbeste Freund. Ihr Trauernden, ist noch nicht der Thränenquell versiegt, Da jetzt nicht mehr der Meister im Arm des Todes liegt? (Lr lebt, und wir, die Zeinen, ersteh'n mit aus dem Grab. (Lr selber wälzt die Sünden- und Sorgenlasten ab. Nun kann uns nichts mehr schaden, von Gott uns scheiden nichts: Der Lebensfürst geleitet uns in die Welt des Lichts. Die Gemahlin des Pilatus. ' (Schluß.) was ist nun aus der Gemahlin des unglücklichen Richters Jesu geworden? Iosephus, der das vom Neuen Testament gezeichnete Bild des Pilatus durch manche Züge vervollständigt, hilft jene Frage leider nicht beantworten, wir sind nur auf Vermutungen angewiesen, höchst wahrscheinlich begleitete die edle Frau ihren Gatten nach Rom und später auch nach Vienne, wenn sie Alaudia hieß, könnte der 2. Tim. 4, 2\ von Paulus ausgerichtete Gruß von ihr bestellt worden sein. Sie wäre in diesem Falle von Vienne nach Rom zurückgekehrt und 30 Jahre nach der Absetzung des Pilatus ein Mitglied der römischen Thristengemeinde gewesen, wie später eine andere vornehme Römerin, eine Nichte des Aaisers Domitian, Domitilla, sich zu den Bekennern des Namens Jesu in der Reichshauptstadt hielt und darum nach pandataria verbannt wurde. Die griechisch-katholische Kirche hat die Gemahlin des Pilatus unter ihre heiligen ausgenommen und feiert den 27. Oktober zu ihrem Gedächtnis. Bei den Abessiniern ist ihr und ihrem Gatten (infolge der oben erwähnten Sage) der 25. Juni geweiht. In anderer Weise sucht die christliche Kunst die Erinnerung an die Gemahlin des 5. Prokurators von Judäa zu erhalten, Hochpoetisch, wenn man von störenden Einzelheiten absieht, ist der Abschnitt im 7. Gesänge von Alopstocks „Messias", der sich mit ihr beschäftigt. Der Dichter nennt sie portia. Er läßt ihr im Traum den Sokrates erscheinen, der mit ihr über den Tod Jesu redet und ihr einen mit Blut bedeckten

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