Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 2 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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gehemmt werden sott. Der HGrr wolle uns geistig recht lebendig machen und vor aller«, was das geistige Leben tötet, bewahren, alsdann wird auch das Gebet und Lesen des Wortes uns immer mehr Bedürfnis sein und werden, und nicht nur Bedürfnis, sondern eine Lust und Freude . . . Die Gnade, Liebe und Gemeinschaft des dreieinigen Gottes sei mit Dir. . . Hannover, den 29. Juli J856. — . . Gin jüdischer Speisewirt, bei dem wir uns, um was zu thun zu finden, etwas zu essen geben ließen, wurde zuletzt unwillig, als wir mit ihm sprachen, wie sie wahrscheinlich hier alle sein werden. . . Am Sonntag hörten wir in Gelle in der res. Airche eine sehr schöne predigt über s. Ioh. o, \ u. 2 . . über die Aindschaft Gottes. Gs war mir merkwürdig, daß, als ich beim Nachhausekommen das Neue Testament aufschlug, meine Augen gerade auf die Worte Röm. 8 fielen: Derselbe Geist giebt Zeugnis unferm Geiste, daß wir Gottes Ainder sind. — Wöge Gr uns nur stets das Zeugnis geben und geben können! . . Hermannsburg, den 2\. Aug. \857. — Wöge die Gnade und der Friede des HGrrn, unseres Gottes und Heilandes, mit Dir und unferm lieben Ainde sein immerdar! . . In Ulzen fühlte ich mich nicht recht wohl, da ich abends vorher und selbst in der Nacht durch die Hitze recht angegriffen war. Nachdem wir jedoch ausgewesen und mit Juden gesprochen hatten, was nachmittags noch einmal voll mir allein geschah, . . da fühlte ich mich durch GotteS Gnade wieder besser. . . In Underlüß mußten wir bis 6 Uhr warten, ehe wir hierher abreisen konnten . . Wir trafen dort hrn. Aöster nebst zwei von den Matrosen der im Hamburger Hafen liegenden Tandace, die hr. A. mit hieher nahm. Auf einem unbequeinen Wagen und nicht dem besten Wege kamen wir mit der Nacht, um 8 Uhr, . . hier an . . Am Sonnabendabend hörten wir ans einigen Häusern geistliche Gesänge, doch wurde sehr schnell gesungen, etwas zu schnell. Gestern früh fing nun der Gottesdienst an. Die Airche war recht voll, kaum daß wir einen Platz bekommen konnten. Nach Absingung eines kurzen Sonntagsliedes intonierte Pastor Harms, sprach über 2. Aor. 3, \—U als Vorlesung ziemlich lange und taufte dann ein in voriger Woche geborenes Aind, nachdem die ganze Gemeinde singend Fürbitte für dasselbe gethan hatte, wobei er die Taufpaten so ernstlich ermahnte, wie ich es nie gehört habe. Dann folgte die predigt über den Pharisäer und Zöllner, die nicht länger als eine gewöhnliche predigt, aber sehr ernst und scharf war, . . hierauf die Austeilung des heil. Abendmahls, wobei ich außer einigen in der Nähe des Altars sitzenden Aindern niemand sich entfernen sah. Die Zahl der Aommunikanten, von denen die Frauen alle schwarz und mit schwarzundweißen Häubchen bekleidet waren, mochte etwa 200 sein. Die Anrede an diese war nicht sehr lang noch besonders, aber hr. Aam.-Ger.-Rat Focke von Berlin, der auch mit Tochter und Schwester hier ist, sagte mir heute morgen, er habe einen Teil von der Vorbereitungsrede am Sonnabend gehört, wo Harms von Waschlappennaturen, die wie ein Aal durch die Hand gingen, gesprochen. Dies alles dauerte bis