Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 49 (1893)
- Issue
- 2 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, den 15. Febr. 1855. — , . Der HErr sei gelobet, daß Er uns so glücklich bis hierher gebracht und geholfen hat alles zu überstehen: die Aälte und andere Strapazen und Anstrengungen,!. . . In Warschau ließen wir manch' thränendes Auge zurück . . Über das Aufgeben . . der Mission werden wir mündlich . . , so der HErr will, ein mehrerer sprechen. Für jetzt hat es dem HErrn gefallen, ein Werk, welches die Feinde desselben selbst für dem Lande nützlich erkennen müssen, ausheben zu lassen, vielleicht aber unr es herrlicher wiederherzustellen. Wir müssen die Hand auf den Mund legen und dürfen nicht sagen: Was machst Du? Er wird gewiß alles leiten und wohlmachen. Lüneburg, den 19. Juli 1856. — Möge die segnende, schützende und bewahrende Gnade des HErrn, unseres gnädigen Gottes und Heilandes, mit Dir und unfern lieben Rindern und Euch allen sein und bleiben, heute und allezeit! Amen. . . Nachdem wir zusammen gebetet, gingen wir gestern gegen Mittag zu dem Hrn. Senior Deichmann, an den Hr. Hüpeden Br. West ein Empfehlungsschreiben für uns gegeben hatte. Von ihm wurden wir gut ausgenommen, und er teilte uns manches über die Juden hier mit . . Heute gingen wir in die Iudenschule, eine nur kleine, fast gewöhnliche Stube, wo Eine Frauensperson und etwa {7 Mannspersonen waren. Einige Rnaben sagten ihre hebräischen Gebete ohne den eigentlichen Lehrer, welcher verreist ist, her, wobei die meisten aus der Erhöhung am Lesen teilnahmen. Als sie zu Ende waren, fragte ich einen vor mir, ob sie keine Predigt haben würden, und so kam ich mit ihm und Br. West bald mit einem andern gleich in ein Gespräch . . , das gegen eine Stunde währte, aber leider wegen ihres großen Unglaubens, Rationalismus und selbst Feindschaft gegen das Christentum nicht erfreulicher Art war . . Von dem Lehrer hat man hier geglaubt, er wolle Christ werden, da er oft die predigten des Seniors besucht . . Der HErr schütze, segne, behüte und bewahre Dich vor allem Übel Leibes und der Seele und helfe uns endlich aus zu Seinem ewigen himmlischen Reiche! Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. Celle, den 23. Juli 1856. — Gelobet sei der HErr für alle Seine Gnade und Barmherzigkeit, die Er uns bisher erzeigt hat und noch täglich erzeigt! Möchten wir derselben doch stets recht eingedenk sein und Ihm dafür von Herzen danken! . . Schreibe mir nur alles, was Dich und Euch betrifft, damit ich daran teilnehmen und mindestens beten helfen kann! . . Am Sonntagabend wohnten wir einer Versammlung von gegen 20 ernsten Christen bei, wo der Zuchthausprediger eine Bibelstunde über \. Mose 2 hielt, die uns außerordentlich gefiel, und wonach wir den Anwesenden die Iudensache ans Herz zu legen suchten und sie um ihre Fürbitte baten. Am Montagmorgen gingen wir aus, in der Hoffnung, noch etwas unter den Juden zu thun. Einer der Herren aber, mit denen wir am Sonnabend sprachen, ließ sich, wie es schien, verleugnen. Ein anderer, den wir nicht lange vorher vor seiner Thüre gesehen hatten, war auch nicht zu Hause. . . Gegen \ Uhr kamen wir durch Gottes