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Dibre Emeth · 1893-01-01 · 2 (1893) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
49 (1893)
Issue
2 (1893)
Date
1893-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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.u Ein Missionarslelien in Briefen. Warschau, den f7. Dez. \852. — Ihr l. Schreiben habe ich erhalten und stimme von Herzen ein in das tob . . gegen den HErrn, unfern Gott, der über teben und Tod die Gewalt hat: darum, daß Er uns unter der schweren Zuchtrute, mit der Tr uns diesen Sommer heimgesucht, so gnädig verschont und bewahrt hat. Ja, Sein heiliger Name sei dafür von uns . . gepriesen immer und ewiglich! Amen. Er wolle ferner Seine Hand über uns halten „und Seine Gnade über uns walten lassen, alles leibliche und geistige Übel von uns abwenden und uns in Seiner Gnade erhalten hier und dort! . . Das liebe, schöne Weihnachtsfest naht heran. Der HErr wolle Luch an demselben reichlich segnen und Eure Herzen mit . . der Freude erfüllen, welche der Engel den Hirten verkündigte, und die ja allem Volk, also auch uns, widerfahren soll! Ehre sei Gott in der Höhe . . , weil Gottes Sohn uns zu gut Mensch geworden ist! kowicz, den 7. Sept. f853. — .. . Am Bahnhof erwartete mich Hr. Zuckertort. Er hatte-in einem schlechten kogis übernachtet. Jetzt zogen wir in dies, wo ich vor .^‘A Jahren logierte .... Doch mußt Du nicht denken, daß es sehr reinlich ist, denn Hr. Z. fand gestern schon in seiner etwas größeren Stube, wo wir essen und die Juden empfangen, ein Fröschchen, und heute morgen machte ich dieselbe Entdeckung mit einem andern, den ich hinausschaffen mußte. An schwarzen Husaren fehlt es auch nicht . . Was nun die Hauptsache^ den Zweck unserer Reife, betrifft, so haben wir gestern die Juden an mehreren Orten angeredet, aber nur init einigen länger sprechen können, da die meisten Angeredeten nicht geneigt waren, sich in Gespräche mit uns einzulassen. Erst zwei haben uns besucht, von denen freilich einer wohl gleich das Christentum annehmen würde, wenn wir ihn und seine Familie versorgen könnten . . Der HErr wolle ferner mit uns fein und noch viele Gelegenheiten zur Verkündigung Seines Evangeliums geben! Von hier denken wir am Freitag, so Gott will, nach Glowno zu reisen, wo früher bessere Aufnahme gewesen ist. Glowno, den \2. Sept. {855. — Die Gnade und der Friede des HErrn sei mit Dir! Und der HErr sei gelobet für seine große und für alle Seine Barmherzigkeit, die Er-an uns thut! . . Da wir in kowicz zwar täglich mit einzelnen oder mehreren Juden außerhalb des Hauses Gespräche hatten, aber nicht eigentlich von ihnen besucht wurden, so nahmen wir uns vor, . . über den Sonnabend und also auch über den Sonntag dort zu bleiben. Und, dem HErrn sei Dank, wir sind in unserer Hoffnung nicht getäuscht worden, da wir vorgestern nicht nur mit vielen außerhalb des Hauses sprechen konnten, sondern auch von manchen Erwachsenen, der zahlreichen Unaben nicht zu gedenken, im Hause besucht wurden. Der HErr wolle nur das ihnen — und zwar sehr vielen — verkündigte Wort aus Gnaden an allen segnen! Auch haben wir eine ziemliche Anzahl Traktate rc. verteilt.

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