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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 12 (1892) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
12 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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da die Geistlichen i» der Regel so wenig Geschäftskunde besäßen. Die Befolgung dieses Rates kam G. später sehr zu statten. Nach dem Tode seines Vaters 0(81(9) erhielt er die wissenschaftliche Vorbildung für den Eintritt in die Universität Cambridge, welche er (822 bezog und bis 1(826 besuchte. {827 wurde er ordiniert. Bald darauf trat er in die Ehe. Er wirkte nun an verschiedenen Orten als Hilfsprediger und hatte als solcher Sonntags 3—4 Gottesdienste abzuhalten. Nit besonderer Sorgfalt unterrichtete er seine Konfirmanden. Durch seinen praktischen Blick übte er einen großen Einfluß aus. Seine ärztlichen Kenntnisse sollen mehreren Personen das Leben gerettet haben. Seine theologischen Studien wandten sich namentlich den Weissagungen von der Wiederkunft Christi und der Wiederherstellung Israels zu. Die Verheiratung seiner Schwester mit Miss. Reichardt brachte ihn in nähere Verbindung mit der L. I'.-M. Während seines 1(6 jährigen Aufenthalts in Reading, wo das geistliche Leben sehr rege war, wurde daselbst die Iudenmission in öffentlichen Versammlungen von berufenen Vertretern warm empfohlen. Nachdem G. 1(852 Reading mit Chelsea vertauscht hatte, trat er im folgenden Jahr selbst in diese Arbeit ein. Er wurde Sekretär der L. I.-N. Dies Amt verwaltete er neben seinem Pfarramt von 1(853—68 mit großer Eingabe. Auch als ihm (868 eine Pfründe in Wetherden verliehen worden war, konnte er der Gesellschaft als „Ehrensekretär" mit seinen reichen Erfahrungen noch manchen Dienst erweisen. (870, (0 Jahre nach dem Tode seiner ersten Gattin, trat er noch einmal in die Ehe. Bis in sein hohes Alter predigte er mit großer Kraft. Auch unterhielt er einen ausgedehnten Briefwechsel. Noch im letzten Winter versah er sein Amt, welches ihm an jedem Sonntag die Leitung von 5 Gottesdiensten auferlegte, ohne Gehilfen. Am 7. April d. I. predigte er noch einmal in London. Am (5. Nai betrat er zum letztenmal seine eigene Kanzel. Wenige Tage darauf warf ihn eine Lungenentzündung aufs Krankenbett. Bei vollem Bewußtsein und in Anwesenheit aller seiner Kinder sah er seinem Ende entgegen. Seine letzten Worte waren: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben", und: „Laßt Euer Herz nicht betrübt sein!" Sein Tod war ein friedliches Einschlafen. Am (. Juni wurde seine irdische Hülle der Erde übergeben. Nach seinen eigenen Worten zweifelte er in seinem ganzen Leben nie daran, daß die Bibel Gottes Wort ist. In diesem Worte lagen die Wurzeln feiner geistlichen Kraft. Am (8. Juli entschlief zu Potsdam im 84;. Jahre seines Lebens und im 57. seines Amtes Pastor Dr. phil. Karl Hermann Klee. Geboren zu Stendal am (4. Mai (809, studierte er in Halle unter Tholucks Leitung Theologie und bildete sich dann im Wittenberger Predigerseminar, wo Heubner ihn mächtig anregte, 2 Jahre lang . weiter auf das praktische Amt vor. Seine erste Pfarrstelle war Pinne in der Provinz Posen. Der fromme Gutsherr von Rappard und seine Gattin, geborene Freiin von Massenbach, standen ihm bei der Begründung und Ausgestaltung dieses Kirchspiels treulich zur Seite, plötzlich versagte dem eifrigen jungen Geistlichen, der großen Zulauf

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