Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 11 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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8(5 manche Gläubige aus der Beschneidung die Wahrheit von 2. Tim. 3, \2, aber auch von \7. In Bukarest wurde ein Anabe aus einer jüdischen 5chule entlassen, weil er dew Lehrer offen sagte, er besuche gerne die Missionsgottesdienste und hoffe, eines Tages getauft zu werden. In Lafed trotzten einige aschkenasische Mädchen und ihre Eltern dem Banne, welcher die meisten Schülerinnen von der Missionsschule fernhielt. Mancher Nathanael wartet auf den Philippus, der ihn zu Thristus führen soll (Ioh. \). Wollen wir nicht helfen Philippusdienste leisten? Wie ihre Schwester, die öeidenmission, so steht auch die Iudenmission unter dem göttlichen Segen. Ein Jude in Tunis verwendete als Schmuck seines neuen Ladens ein Wort Gottes, welches er über dem Schreibtisch von Miss. F. Flad gesehen hatte: „Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir!" Er meinte, dies Wort werde ihm mehr Nutzen bringen als eine Mesusa am Thürpfosten. Derselbe Ausspruch gilt auch der Mission unter Israel. Wie Hottheit Khristi. Lin junger .Mann in der englischen Stadt Denver leugnete die Gottheit Christi und wollte an dieselbe nur dann glauben, wenn Gladstone sich zu diesem Glauben bekennen würde. Gladstone wurde hiervon in Kenntnis gesetzt und schrieb nun umgehend (es war im Sommer d. 30 trotz der Aufregung der Wahl, die über seine Zukunft entscheiden sollte: „Alles, was ich schreibe, und alles, was ich denke, und alles, was ich hoffe, gründet sich auf die Gottheit unseres HLrrn als die eine zentrale Hoffnung unseres armen, abgefallenen Geschlechts." Dankbar verzeichnen wir diesen mannhaften Ausspruch des 62jährigen Greises, welcher jetzt wieder das britische Staatsschiff lenkt. 3* heftiger der Kampf um die Lehre von dem göttlichen Messias tobt, mit deren Preisgebung wir, wie Kaiser Wilhelm I. einmal äußerte, aufhören, Christen zu sein, desto mehr ist es eine heilige Pflicht aller Gläubigen, mit Mund und Hand sich zu ihrem Heiland zn bekennen. Wahrheit muß doch Wahrheit bleiben, Hat unser Glaube über die vielerlei 3n> lehrer der Vergangenheit gesiegt, so wird er auch noch mit den hochmütigen Gegnern der Gegenwart fertig werden. . ZU Joy. 7, 16 f. Durch Gehorsam zur Erkenntnis! Dieser Weg ist für den bloßen Menschenverstand überraschend, welcher erkennen will, ehe er folgt, indes verständlich für den, welcher durch Gottes Gnade angefangen hat, ihn zu wandeln, wenn ein Mensch wahrhaftig Gottes willen thun will, so wird ihm alsbald zweierlei klar: zunächst bezeugt ihm sein Gewissen, daß Gottes Gebote heilig, recht und gut sind, und daß er gehalten ist, ihnen zu entsprechen; und dann sieht er, wie weit er in ihrer Erfüllung zurückbleibt, wie er auch nicht einem einzigen Nachkommen kann. So kommt aus dem Gesetz die Erkenntnis der eigenen Sünde (HÖm. 5, 20) und zugleich die Erfahrung der Ohnmacht zu ihrer Beseitigung (Röm. 7, yO- 3" dem Gefühl seiner Sündenschuld und unter der Last seiner Sündenketten kann es ein Mensch nicht bei sich aushalten, er sieht sich nach einem Retter um [HÖm. 7, 24). Dann ist das Feld bereitet, in das der Same des Evangeliums fallen kann; für ihn auch ist der gekommen, welcher der Arzt nur für die Kranken, der Heiland nur der Sünder ist. (G. Hasenkamp, Die Herrlichkeit der Bibel gegenüber den Angriffen ihrer Kritiker. l888. S. 24.3.)