Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 11 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Jur Geschichte der Mvek 111. Bei der Begründung der christlichen Kirche waren hebräisch und Griechisch die einzigen Bibelsprachen. Jetzt zählt man deren 386. während vom Jahre 30 n. Ehr. bis zur Reformation nur 23, von der Reformation bis *80<* weitere zq. Bibelübersetzungen entstanden, so daß in dem ersten dieser beiden Zeiträume auf 66, in dem zweiten auf etwa 30 Jahre je eine Übersetzung kam, leitete das Jahr 180^ einen großartigen Aufschwung ein. Zu den 57 Übersetzungen, von denen nur gedruckt waren, kamen von *804—90 355 hinzu, 342 in neuen (darunter 297 in außereuropäischen), *3 in. toten Sprachen, so daß auf * Jahr 4 Übersetzungen entfielen, von *88*—9t nahm die Britische Bibelgesellschaft 50 neue Sprachen in „Angriff, also jährlich 5, *892 weitere 9. Bei den nunmehr 306 außereuropäischen Übersetzungen ist Afrika mit 75, Asien mit *46, Ozeanien mit 42, Amerika mit 43 beteiligt. Europa besitzt die Bibel in 80 Sprachen, oder genauer in 55 Sprachen und 25 Mundarten, wie auch bei jenen 506 Sprachen 37 Mundarten einbegriffen find, von den 366 Sprachen wurden viele (etwa *20) erst durch die Bibel zu Schriftsprachen erhoben. Dies geschah mittelst einer Bilderschrift in China, einiger. Silbenschriften in Japan und Nordamerika,., im übrigen durch 36 Alphabete. 70 Übersetzer waren Deutsche. Bei den meisten Übersetzungen handelt es sich bis jetzt nur um Bibelteile. Die ganze Bibel ist erst in 88 Sprachen vorhanden, von den ^0 M. Bewohnern der Erde können *000 Mill. die Segnungen der heil. Schrift genießen und sie ganz oder teilweise lesen. Die *8 Hauptsprachen, in denen sie gedruckt ist, werden von etwa 600 Mill. gesprochen, das Mandarin-Lhinesische von 200, das Englische von *20, das Russische von 75, das Deutsche von 54, das Arabische von 50 Mill. u.s. w. Die Gesamtzahl aller Sprachen soll 3000 betragen. Aas ev. Kosprz zu Zohanmsöad r. IS. Am 26. Juli *886 begründete hier ein edler Menschenfreund eine Lrholungsanstalt für bedürftige Kurgäste zunächst aus dem Lehrer-, Beamten- und Kaufmannsstande. Der Unterschied des religiösen Bekenntnisses sollte bei der Aufnahme von Erholungsbedürftigen nicht berücksichtigt werden. Bis jetzt erfreuten sich *73 Personen der Vergünstigungen, welche dies Hospiz gewährt: freier Wohnung und Bedienung, freier Bäder und ärztlicher Behandlung. Die meisten Besucher kehrten von hier wesentlich gekräftigt oder ganz geheilt zu ihrem Beruf und ihren Familien zurück. Aus dem Umstand, daß sich im laufenden Jahr unter 50 Gästen nur Lin Israelit befand, ist zu schließen, daß man in jüdischen Kreisen mit dieser segensreichen Einrichtung noch wenig bekannt ist. Nähere Auskunft erteilt der Hospizvorstand durch Herrn Landesbauinspektor Sutter, Hauptmann a. D. in Schweidnitz. An dieselbe Adresse sind auch Liebesgaben zur Erhaltung dieses Werkes echter Nächstenliebe zu senden. Je mehr Unterstützung es findet, desto mehr hilfsbedürftigen kann es dienen. Sehr wünschenswert ist es, daß recht bald ein eigenes, geräumiges Haus gebaut werden kann, da das seither gemietete in mancher Hinsicht unzulänglich ist. Aus der jüdischen Adresse. In der „Israelit. Wochenschrift" von Dr. Rahmer lesen wir (*692, S. 264): „Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß in der . . . Monatsschrift „Dibre Lmeth" sich eine durch mehrere Nummern laufende Abhandlung über „das Menschenopfer bei den Israeliten" befindet, die zu folgendem Resultat kommt." Nachdem das letztere mitgeteilt ist, schließt der Herausgeber: „wenn wir auch mit dem sonstigen Inhalt der Missionsschrift nicht einverstanden sind: diese Worte aber sind „Diwre Emes," Worte der Wahrheit." — Die Entscheidung über den Wahrheitsgehalt unseres Blattes überlassen wir getrost einem höheren Gerichtshof, wenn in unserer Zeitschrift die in Jesu von Nazareth erschienene Gnade Gottes als die einzige Rettung für strafwürdige Sünder gepriesen und jede Selbsterlösung durch Almosengeben, Fasten, Verdienst der Vorfahren u. s. w. für. unmöglich erklärt wird, so steht dies im Einklang mit dem Worte Gottes. Auch nach dem ersten Teil der Bibel kann es seit der Aufhebung des Tempeldienstes zu Jerusalem kein anderes Mittel für den, welcher Lntfündigung erlangen will, geben, vgl. Dan. 9, 24—27; 3ef. 6% 6; pf. 49, 8 f.