Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 11 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554996-2555007--09196-2565329- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
.84 <£itaufte 97. Auch seine öffentlichen Gottesdienste wurden von vielen Gliedern der Synagoge besucht, von einigen regelmäßig. In Rußland bahnt der Druch den die Regierung ausübt, dem Evangelium vielfach einen Weg, wie in Marokko eins Heuschreckenplage manches Herz für die predigt von dem Messias geöffnet hat. Miss. Eppstein in London taufte 29 Personen, darunter 24 Erwachsene. Der Vater eines feiner Schüler hatte vor vielen Jahren in Kleinasien von ihm ein Neues Testament geschenkt erhalten. Dies Buch bewog den Sohn, die Wahrheit zu suchen, und als er sie gefunden hatte, sie zu bekennen. Das Arbeitshaus der Mission in London hatte 2{ Zöglinge. Außerdem gab man (5 Personen außerhalb des Hauses Beschäftigung. Alle standen unter anhaltender Beeinflussung von christlicher Seite. Dasselbe gilt von den 30 Insassen des Wandsbecker „Heims." 3 von den 4 Täuflingen des Miss. Bachert erhielten im Heim ihre christliche Ausbildung. Eine Schülerin des Frankfurter Missionars starb während der Unterrichtszeit, wie ihr Lehrer hofft: im Glauben an ihren Erlöser. Natürlich fällt der Vorbereitungs- und der Ausbildungsunterricht.oft verschiedenen Lehrern zu, da der ausgestreute Same nicht immer sofort aufgeht und Frucht bringt. Der Lemberger Missionar bezeichnet es als Regel, daß die Galizier auswärts getauft werden. (Er meint, es gebe kaum eine Stadt in Galizien, in der nicht Proselyten zu Hause seien.) Doch hatte er umgekehrt auch schon mit solchen Leuten zu thun, die auswärts angeregt waren und nun von ihm zu tieferer Erkenntnis der Wahrheit angeleitet werden konnten. Einige sprachen mit Begeisterung von der anglikanischen Liturgie, die sie auf Geschäftsreisen in England kennen gelernt hatten. Einer redete von dem in den predigten des sei. Dr. Stern empfangenen Segen. Miss. Arias hörte zu seiner Freude, daß ein Israelit aus Venedig, mit dem er auf seinen Missionsreisen manchmal geredet hatte, in Florenz getauft worden sei. 3. Die Dankbarkeit empfänglicher Gemüter für die Botschaft von der Erlösung äußerte sich in mannigfaltiger Weise. Ein Hamburger Kolporteur wurde auf einem Schiff inmitten von Hunderten jüdischer Auswanderer von einem alten, gelehrten Juden mit dem Aaronitifchen Segen feierlich gesegnet. 8 Juden machten den weiten Weg vom Hamburger Hafen zum Hause des Miss. Bachert, um von ihm „das gesegnete Buch," das Neue Testament, von dem sie so viel gehört hätten, zu holen. B. wollte es ihnen schenken. Aber sie lehnten sein Anerbieten ab und zahlten den vollen Preis für 8 Neue Testamente. Hierauf legten sie weitere 3 Mk. in des Missionars Hände und sagten: „Wenn einige von unfern Brüdern Sie um die „Beritli Chadosclia“ bitten, so verweigern Sie ihnen dieselbe nicht, wie Ihre Leute (die Kolporteure) sie gestern uns verweigerten, sondern geben Sie ihnen so viele, als diese Geldsumme erlaubt I" Es mag nicht selten Vorkommen, daß sich die Freude am Neuen Testament in der Förderung seiner Verbreitung kundgiebt. von einen, Juden aus Wadi Draa, der sein eigenes Herz dem Evangelium geöffnet hat, wird erzählt, daß er in Algier Bibeln und Neue 4