Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 11 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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83 kenne den ganzen Talmud und auch die Thora. Aber die Wahrheit habe ich nicht gefunden." „Wohlan, ich will Ihnen sagen, wo die Wahrheit zu finden ist. Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." Forschen Sie nach und suchen Sic I Beten Sie um den heiligen Geist! Dann werden Sie die Wahrheit finden und glücklich sein." In Paris wurde ein Jude, welcher an der Missionshalle vorüberging, aufgefordert, einzutreten. Er lehnte mit der Erklärung ab: „Ich würde das Judentum für alle Reichtümer der Welt nicht aufgeben." Auch weigerte er sich, ein Neues Testament anzunehmen. Da gab ihm der Missionar zu bedenken, daß man niemand ungehört verdammen dürfe. Um das Neue Testament beurteilen zu können, müsse man es lesen. Jetzt nahm der Sohn des alten Bundes die heiligen Urkunden des neuen und einen Traktat an, ja, er beteiligte sich sogar an dem Gottesdienst, der gleich darnach begann, und hörte aufmerksam einer Rede zu, die Iesum als den Messias und den Sohn des lebendigen Gottes darstellte. Beim Verlassen des Saales reichte er dem Prediger die Hand. Dieser Mann ist ein regelmäßiger Besucher der Missionsversammlungen geworden, hat auch zu denselben schon oft einen Freund mitgebracht. Miss. Hanauer in Jerusalem schenkte einem Juden die hebräische Übersetzung der anglikanischen Liturgie. Am Nachmittage des gleichen Tages traf er den Mann auf der Straße und begleitete ihn auf seinen Wunsch in seine Behausung. „Unter andern guten Worten," sagte der Israelit, „habe ich in diesem Buch ein Gebet gefunden, welches so schön ist, daß ich es auswendig gelernt habe." Zu fj.’s freudiger Überraschung sagte er hierauf das ganze Gebet des b)Errn auf hebräischher. Auch in Italien findet das Wort Gottes bei einzelnen Eingang. Vor 5 Jahren schenkte Arias einem jüdischen Anaben eine Bibel. Jetzt durchforschen der Vater des Rindes und einer seiner Freunde die heilige Schrift in ernstem Verlangen nach der Wahrheit. Bleibt ihnen etwas unverständlich, so bitten sie um Aufklärung. Ein Uolporteur in Galatz wies einen Juden auf den Messias hin. Da geriet dieser in Wut und bediente sich beleidigender Ausdrücke. Der Bücherbote ließ sich nicht irre machen und redete ruhig weiter, wobei er auch Ies. 53 erwähnte. Dabei legte sich der Zorn des Zuhörers allmählich. Er schenkte der Belehrung Gehör und kaufte schließlich ein Neues Testament und andere christliche Bücher. Mit welchem Fleiß die Arbeiter in Rumänien sich der Schriftenverbreitung widmen, läßt der Erlös aus dem Verkauf erkennen. Er betrug hier 62 £ (f2^0 Mk.). In Marokko wurden für ^6, in Damaskus für 27, auf allen Missionsfeldern der Gesellschaft zusammen für beinahe 269 £ Schriften abgesetzt. Die Zahl der verkauften oder verschenkten Neuen Testamente und neutestamentlichen Teile belief sich auf 6007. Die meisten Missionsversammlungen scheinen in Paris stattgefunden zu haben, nämlich 230. Für die weitere Unterweisung der geistlich Angeregten wurde namentlich im Unterricht der Taufbewerber Sorge getragen. Die größte Zahl solcher Zöglinge hatte Dr. Ellis in Warschau: J39-