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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 10 (1892) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
10 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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CO Die Bibel und die Gugel. (Schluß.) Gins besondere Darstellung verlangt der unerschaffene Bundesengel, das höchste Offenbarungswerkzeug Gottes im alten Bunde. In ihm kommt der Ewige selbst, sein Angesicht, sein Name zu den Menschen, vgl. Ies. 63, 9; Mal. 3, {. Manchmal ist es schwer, ihn von einem gewöhnlichen Engel des Jj<£vnt zu unterscheiden. Aber an vielen Stellen kann über seine besondere Stellung kein Zweifel obwalten. Er ist einer von den drei göttlichen Gesandten, die vor dem Untergang von Sodom und Gomorrha Abraham erscheinen. In ihm ruft Iehovah aus dem Dornbusch Mose in seinen Dienst. Von ihm handeln 2. Mose 23, 2\ ff.; 35, Jos. 5, s3 ff.; Hiob 55, 23. Wenn die christliche Kirche diesen Engel dem ewigen Abglanz der göttlichen Herrlichkeit, dem eingeborenen Sohne, gleichstellt, so folgt sie dabei den Spuren des Apostels Paulus. Der Bundesengel tritt bei besonderen Gnaden- und Machterweisen Gottes in Wirksamkeit. So ist er der Führer Israels durch die Wüste, der „geistliche Fels, der mitfolgte" (f. Kor. (0). Als Dolmetscher erklärt er den Ratschluß Gottes, als Fürsprecher vermittelt er den Zugang zu seinem Thron. „Erlöse ihn, daß er nicht hinabfahre ins Verderben! Ich habe eine Sühne (ein Lösegeld) gefunden." So spricht Gott zu diesem Engel im Blick auf den Menschen, der infolge des von dem Engel erteilten Unterrichts seine Sünde bekennt. Hiobs eigene Geschichte bestätigt die Worte von Kap. 33, 22 ff. „Einer von Tausend (vgl. hohes!. 5, (0) errettet von Sündenverderben. Einer von Tausend bewahrt vor dem ewigen Sterben. Einem gelingt's, Einer allein nur vollbringt's, Daß wir den Himmel ererben." Der beste Kommentar zu der alttestamentlichen Schilderung des Bundesengels ist Ap.-G. % (0—\2. Aufgrund seines gehorsamen Lebens, dessen Höhepunkt sein Kreuzestod war, kann Jesus sein Mittleramt an allen, die seine Hilfe begehren, ausüben. Wie Hiob ist er bereit, feine hohepriesterliche Fürbitte auch für die einzulegen, die ihm einst alle Gerechtigkeit absprachen. Wohl uns, wenn dem göttlichen „heureka" (Hiob 35, 2%) das menschliche entspricht! Nach Mal. 5, s sollte der Bundesengel die Sehnsucht Israels nach dem Messias aufs herrlichste befriedigen, „plötzlich kommt zu seinem Tempel der HErr und der Engel des Bundes, des ihr begehret. Siehe, er kommt I spricht der HErr Zebaoth." Nach der ersten Hälfte dieses Verses und nach % 5 empfängt der Prophet Elia die Aufgabe, ihm den Weg zu bereiten. Ehe der große Tag des HErrn anbricht, soll Elia durch seine Büßpredigt der Gottentfremdung steuern und der göttliche Messias die Gemeinschaft mit Gott neu ordnen. Jesus hat Johannes den Täufer als den verheißenen Elia bezeichnet (Mt. (f, (7, \2), und die Geschichte lehrt, daß Johannes im Geist und in der Kraft Elias vor dem HErrn hergegangen ist (Luk. f?). Wenn der Täufer selbst die Frage, ob er Elia sei, verneinte, so bezog sich dies darauf, daß die Juden den leibhaftigen alten Propheten wiedererwarteten.

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