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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 8 (1892) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
8 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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60 sein würden. Die rechte theologische Wissenschaft, die eins ist mit dem wahren, lebendigen Glauben, lernt man nicht auf Akademieen, sondern auf den Anieen. In Christo Jesu liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis, sagt Paulus, der ein wissenschaftlich gebildeter Mann war. Aber er achtete alle seine Wissenschaft und Vorzüge für Schaden gegen die überschwängliche Erkenntnis Jesu Lhristi, seines Herrn. Die rechte Erkenntnis Christi erkennt nicht allein sein Leiden, Sterben und Auferstehen, sondern erkennt ihn nach Aol. (, (5 f. als das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, den Erstgeborenen vor allen Areaturen, durch den, oder in dem und zu dem alles geschaffen ist, das im Himmel und auf Erden ist, in dem auch alles besteht, oder, wie es Hebr. (, 3 heißt, der alle Dinge mit seinem kräftigen Wort trägt. Diese Erkenntnis Christi im lebendigen Glauben erfaßt, ist die Grundlage aller wahren Wissenschaft, nicht allein der Theologie, sondern auch der Naturkunde, der Geologie und der Astronomie. Sie führt uns hinauf und zeigt uns die Millionen Sonnen, die in ewigem Lichte und in geschwisterlicher Harmonie friedlich neben einander wandeln, und diese Millionen kichtwelten sind alle in Ihm und durch Ihn und zu Ihm geschaffen und werden getragen durch das Wort seiner Araft. Dagegen ist unsere Erde die abgefallene Provinz geworden durch den Gott dieser Welt, den bösen Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Rindern des Unglaubens. Aber um diese abgefallene und verlorene Provinz zu suchen und;u retten, ist der ewige Sohn Gottes, der große Hirte seiner Schafe, der alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen hat und erhält, auf diese arme Erde gekommen, hat des Satans Macht gebrochen durch das Blut an seinem Areuz und hat eine ewige Erlösung erfunden für alle, die sich retten lassen wollen. Dieses zu bezeugen, ist die Aufgabe der rechten Theologen. Das Menschenopfer bei den Israeliten. (Fortsetzung und Schluß.) Bei der späteren Geschichte Israels können wir uns kurz fassen. Der Talmud bietet nach der Versicherung zuverlässiger Forscher keinen Anhalt für die Annahme, daß die im Alten Testament vorkommenden strengen Verbote des Menschenopfers von den späteren Schriftauslegern vergessen oder gar aufgehoben worden seien. Eine Stelle im Traktat Rethuboth ((02 b), aus welcher der antisemitische Professor Rohling das letztere folgerte, besagt nur, daß einmal der hinterlassene Sohn eines verstorbenen Israeliten am Rüsttage des passafestes von den Erben ermordet worden ist. Auch das weitere jüdische Schrifttum des Mittelalters und der neueren Zeit zeigt in diesem Stück keine Abweichung von den biblischen Grundlagen der Religion., des alten Bundes. Als „Di-. Justus" (A. Brihman) mit seiner Übersetzung einer aus dem (7. Jahrhundert

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