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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 8 (1892) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
8 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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59 Lehrer 5. und dessen Sohn haben wir besucht. Aber als wir Tags darauf, am jüdischen pfingstfeste, die Synagoge besuchten und mit mehreren sprachen, wandte er sich beim Gesetzlesen um und drohte uns beiden mit dem Finger, indem er zu den andern Juden sagte: „Missionare!" In haben wir alle Juden besucht und wurden sehr freundlich ausgenommen. Der erste Jude, bei dem wir eintraten, hatte uns in der Synagoge gesehen, Wir unterhielten uns mit ihm auf sehr angenehme Weise über das Eine, was not thut. Gr nahm ein Neues Testament und mehrere Traktate mit Freuden an und begleitete uns dann zu seinem Schwager. Nachdem wir auch dort über eine Stunde Christum verkündigt hatten, sagten zwei der Zuhörer: „Ach, wenn Sie doch in unserer Nähe wohnten, daß wir jeden Tag mit ihnen sprechen könnten!" In einem andern Hause hatte sich der HGrr aus dem Munde der Unmündigen ein Lob zugerichtet. Der Mann war nicht zu Hause, die Frau in der Küche beschäftigt, kam aber doch hervor und sprach mit uns. Wir wußten nicht recht, wie wir unfern Auftrag anbringen und anknüpfen sollten. Da kamen zwei ihrer Kinder, Knaben von 7—8 Jahren, von der Straße herein und brachten zwei Christenknaben von gleichem Alter mit. Br. 5. fragte letztere: „Betet Ihr auch?" Die Knaben sagten: „Ja." S. fragte weiter: „Was betet Ihr denn?" Sie antworteten: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid." Diesen Schmuck und dies Kleid wünschten wir nun der Frau, ihrem Manne und ihren Kindern und zogen dann fröhlich und dankbar unsere Straße weiter. L., den Juli J860. — In M. fanden wir eine gute Aufnahme und konnten den Juden die Wahrheit in Christo verkündigen, zuerst in der Synagoge, wohin uns mehrere folgten. 5. machte den Angriff mit Kleingewehrfeuer in deutscher Sprache, und ich rückte dann mit schwerem Geschütz in hebräisch nach. Gin großer Folio Machsor wurde aufgeschlagen, und ich las ein Gebet für Jom Kippur und übersetzte es, so daß alle Juden, welche zuhörten, und auch die christlichen Freunde es verstehen konnten. In der Synagoge währte die Unterredung gegen \l/2 Stunden. Wir gingen dann durchs Dorf und sprachen noch mit etwa 20—25 Juden und Jüdinnen. Am Sonnabend hatten wir einen harten Kampf in der Synagoge, der gegen zwei Stunden, währte, mit etwa q.0 Juden. Aber die Waffen des Geistes siegten zuletzt. 2X, den H<5. Novbr. J872. — Gs sind in unserer glaubenslosen Zeit viele und gewaltige Kräfte der Finsternis wirksam, wie man es Gpheser 6, \2 lesen kann. Dagegen müssen wir uns rüsten mit der siebenfachen Waffenrüstung, welche Paulus in demselben Kapitel vom (o. bis zum \8. Verse beschreibt: 0 mit dem Gurt der Wahrheit, 2) dem Krebs der Gerechtigkeit, 5) mit der Bereitschaft des Evangeliums des Friedens, mit dem Schilde des Glaubens, 5) dem Helme des Heils oder der Hoffnung auf die Seligkeit, 6) mit dem Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes, und endlich 7) mit dem Gebet, ohne welches die sechs vorhergehenden Waffen unwirksam

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