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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 7 (1892) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
7 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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5\ Das 84. Iahresfest -er Londoner Inden-Mission. Es war dem Herausgeber der „D. E." vergönnt, vom 5. bis zum ft. Mai d. I. in London zu weilen und während dieser Zeit an einigen der zahlreichen Maiversammlungen teilzunehmen. Die verschiedensten kirchlichen Vereine halten dort alljährlich im Wonnemonat ihre Hauptzusammenkünfte ab, bei denen ein Bericht über ihr Wirken gegeben und zu weiterer Beteiligung an ihren Unternehmungen aufgefordert wird. Zn der ersten Woche des Monats versammeln sich u. a. die Kirchliche Missionsgesellschaft, die Britische und Auswärtige Bibelgesellschaft, „ die Londoner Stadtmission und die Londoner Iudenniission. Über das Iahresfest der letzteren sollen hier nähere Mitteilungen gemacht werden. Es begann am 5. Mai in einer Kirche des Südwestens der Riesenstadt mit einem gut besuchten Abendgottesdienst, welcher von lieblichen Gesängen der Knaben und Mädchen aus der Missionsschule der Gesellschaft eingeleitet wurde. Auf den liturgischen Teil folgte die Rede des Predigers Webb-Peploe über Nehem. 9,? f* und Gal. 5, \7. Die Kollekte betrug 2\ £ f8 $, also nahezu 4^0 Mk. Am 6. Mai fand von 9 Uhr vormittags an ein gemeinsames Frühstück für Freunde der Gesellschaft statt. Mehr als fOO Personen kamen zu diesem Zweck in einem Saal der Exeterhalle zusammen. Alte Bekanntschaften wurden hier erneuert, neue angeknüpft. Gin Vortrag des pred. Banning über die Frage: „Warum nimmt, die Unterstützung, die unserer Gesellschaft zuteil wird, nicht zu?" beschloß dies Beisammensein. Um ft Uhr begann im größten Saal desselben Gebäudes die öffentliche Hauptversammlung mit Schriftverlesung und Gebet. Sodann verlas der Sekretär, Pred. Fleming, den Jahresbericht, welcher manches Erfreuliche aus der Missionsarbeit darbot, aber auch die Thatsache feststellte, daß die der Gesellschaft zufließenden Geldmittel für die vorhandenen Bedürfnisse nicht genügen. Der Iahreseinnahme von 35368 £ steht eine Ausgabe von 39725 £ gegenüber. Das Defizit ist dadurch auf 800 £ angewachsen. Nach der Erstattung des Berichtes, auf den wir später zurückkommen werden, hielt der Präsident, Sir Z. Kennaway, eine Ansprache. Er wies daraus hin, wie der vor hundert Jahren von Tarey, dem missionseifrigen Baptistenprediger, ausgestreute Same Frucht getragen habe und ein großer Baum mit breiten Ästen geworden sei. Die Sache der Mission besitzt in England viele Freunde. Auch die Universitäten, des. Eambridge, greifen in die Arbeit ein. Nun darf aber die Iudenmission hinter der Heideninission nicht zurückstehen. Die Juden sind schwer zu erreichen und viele Ehristen für die Teilnahme an ihrem Lose schwer zu erwärmen. Auch fehlt es der Iudenmission an dem Reiz, den z. B. die Erforschung Afrikas ausübt. Indessen dient die Arbeit an den Juden dazu, sie auf ihr zukünftiges Wirken in der Heidenmission vorzubereiten, und schon jetzt bleiben die Erfolge nicht aus. Die gegenwärtige Bewegung unter den Juden, die mit

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