Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 48 (1892)
- Issue
- 6 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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§2 über der Ausbreitung des Reichs in der Christen-, Juden-, muhammedanischen oder heidnischen Welt bekümmert ist, so bete er um die Zukunft des Trösters und überlasse sich diesem, wenn er sich von Gott als ein Werkzeug brauchen lassen will. Dieser Tröster muß es thun, wenn etwas gethan werden soll. Auf diesen Tröster muß man sich verlassen und ihm die Ehre geben. Aber die Menschen, die ihn nicht kennen, suchen freilich viele Künste (Pred. Sal. 7, 30) und richten damit nichts aus, das Gott gefiele. Freilich muß dieser Tröster zuerst den Prediger in alle Wahrheit leiten und Jesum in ihm verklären (Joh. (6, \3 f.), hernach aber wird er durch das Wort des Predigers auch an der Welt feine Kraft beweisen . . . Aus der kräftigen Überzeugung (durch den heiligen Geist) entstehen Buße, Glaube und neuer Gehorsam, und so wird dem Herrn ein Volk des Eigentums bereitet, an dem er seine Lust sieht. Im Vertrauen, daß der heilige Geist immer so durchs Wort wirksam sei, kann man noch jetzt das Predigtamt in der Welt getrost verwalten und die Bekehrung vieler, die noch zur Welt gehören, hoffen. Der Heiland lasse auch in unfern Tagen diese Hoffnung an vielen erfüllt werden! Newton, Tarne und Vom Pedro nach ihrer Stellung;um Christentum. Als Isaak Newton, der große englische Naturforscher, auf dem Sterbebette lag, suchte man ihn mit der Erinnerung an die Unsterblichkeit seines Nachruhms zu trösten. Er aber bekannte: „Ach, Freunde, das Einzige freut mich jetzt, daß ich zweierlei erkannt habe: erstens, daß ich vor Gott ein großer Sünder bin, und sodann, daß der Herr Jesus Christus ein viel größerer Heiland ist." Der zeitgenössische französische Philosoph H. Taine schreibt: „Das Evangelium ist für H00 Millionen menschlicher Kreaturen das geistliche Organ, das große, unentbehrliche Flügelpaar, mittelst dessen der Mensch sich erhebt über sich selbst, über sein an der Erde hinkriechendes Leben und seinen beschränkten Horizont, um ihn durch Geduld, Ergebung und Hoffnung zu einem fröhlichen Sinn, über die Unmäßigkeit hinaus zur Reinheit, zur Güte, sogar zur Hingabe und zum Opfer zu führen. Sobald diese Flügel fehlen oder gebrochen werden, zerfallen die guten Sitten. Weder die philosophische Vernunft, noch die künstlerische Bildung, noch das soldatische und ritterliche Ehrgefühl, kein Gesetzbuch, keine Verwaltung, keine Regierung ist genügend, den Dienst zu ersetzen, den das Christentum leistet. Nur dieses kann uns auf der abschüssigen Bahn aufhalten und dem allmählichen Herabgleiten wehren, durch welches unser Geschlecht fort und fort nü't seinem ganzen Vollgewicht in die Tiefe zurücksinkt. Das alte Evangelium ist auch heute noch das beste Hilfsmittel zur Bildung der Gesellschaft." Am 5. Dezember Ms starb in Paris, 60 Jahre alt, Dom Pedro VI. o'Alcantara, der (889 entthronte Kaiser von Brasilien. Derselbe war ein eifriger Förderer der Wissenschaften, besonders der Pflanzenkunde seiner Heimat. Er gehörte vielen gelehrten Gesell-