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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 5 (1892) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
5 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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35 will. . . . Dieses Buch hat sofort Las allgemeinste Aufsehen unter den Juden erweckt, und es ist keine Übertreibung, wenn behauptet worden ist, daß feit den Tagen der Apostel keine Schrift die Juden so sehr wie diese erregt hat. Ihre Bedeutung liegt darin, daß sie sehr viel zur Erschütterung des talmudischen Judentums in ganz Ost-Europa beigetragen hat. Noch heute wirkt sie fort und wird vielfach gegen den Talmudismus zu einer tödlichen Waffe. Sie ist ins Holländische, Deutsche, Französische, Italienische, Jüdisch-Deutsche, Jüdisch-Spanische und Hebräische übersetzt worden. Die Juden selbst haben sie überall einander zugestellt, und die Mission hat nicht einmal die Hauptsache zu ihrer Verbreitung gethan. . . . Vielen ist sie der Anstoß geworden, nach der Wahrheit des Evangeliums zu fragen und hernach das Heil in Ehristo zu ergreifen. . . . Erst (857 erschien in Wien ein Buch, welches eine Widerlegung versuchte. ... Der Verfasser ist seinem Gegner nicht im mindesten gewachsen. Er giebt vor, daß M'Eaul ein getaufter Jude aus Lithauen fei. . . . Erst in jüngster Zeit sind zwei bemerkenswerte Gegenschriften erschienen. . . . Andere Schriften M'Eauls sind nicht ohne Wert, reichen aber an die Nethibhoth nicht heran. ... M'Laul hat es bewirkt, daß im Gottesdienst der Londoner Missionskapelle die hebräische Liturgie gebraucht wird. Als er j)astor an St. James . . war, hatte er oft Juden, die fein Ruf anzog, als Zuhörer. Zehn Jahre hat er das Hebrew Lollege (das Missionsseminar) geleitet und die Gesellschaft oft auf Versammlungen. vertreten. (850 trat er aus dem eigentlichen Missionsdienst aus und übernahm das Rektorat von St. Magnus . ., blieb aber ein Vizepräsident der Gesellschaft. Er trat jetzt besonders lebhaft in den Kampf für die Inspiration der Schrift ein und wirkte thätig mit für die Errichtung und Erhaltung des Operative (des Missionsarbeitshauses). Die Profelyten dankten ihm vielfach herzlich feine warme Fürsorge für ihr Wohl. . . . Seine letzte Ansprache zum Besten der Mission hielt er denn auch (863 für das Operative. Als Professor der Theologie an King's Eollege wandte er sich eifrig gegen den modernen Unglauben unter den Ehristen. Besonders gegen Eolenso schrieb er, unter großer körperlicher Schwachheit. . . . Nachdem er diese Schrift vollendet hatte, war seine Kraft erschöpft, und sein Ende nahte mit schnellen Schritten. Drei Tage vor seinem Tode sagte man ihm, daß er sterben werde. Er nahm die Nachricht mit größter Ruhe, ja, mit Freude auf und erklärte, daß zwei Schriftworte sein Trost für alle Zeit seien: 2. Kor. 5, (9: „Gott war in Ehristo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu," und Luk. (5, 20: „Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um feinen Hals und küßte ihn." „Auf diesen zwei Worten," sagte er, „stehe ich, und mir bleibt nichts übrig, als so friedsam wie möglich in Jesu einzuschlafen." An demselben Abend diktierte er mit einer Ruhe, als gälte es ein gewöhnliches Schreiben, seinen Söhnen seine letzten Wünsche und starb Freitag, den (3. November (863,

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