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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 4 (1892) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
4 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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__ 27^ der von dieser Quelle abhängige Marienbrunnen, der einzige der Stadt. In der lateinischen dreischiffigen Verkündigungskirche zeigte man uns die unterirdischen Räume, welche der Schauplatz von Luk. f, 26 ff. sein sollen. Das Haus der Maria, welches angeblich ehedem hier stand, wurde der Sage nach im Mai \2% als ptolemais, die letzte Burg der Thristen in Palästina, in die Hände der Muhammedaner gefallen war, von den Engeln nach Raunitza in Dalmatien getragen. Jetzt zeigt man es in koretto, dem dadurch berühmt gewordenen italienischen Wallfahrtsort. Mehr als in der Verkündigungsgrotte und der Iofephskapelle erhielt ich bei dem Besuch eines gewöhnlichen Mohnhauses eine anschauliche Vorstellung von der Art und Meise, in welcher der Heiland der Melt hier 20 Jahre lang gelebt hat. Die große Einfachheit, die jene Behausung auszeichnete, wird auch in seinem heimatshause geherrscht haben. Endlich brachte mein Führer mich zu der den unierten Griechen gehörigen ehemaligen Synagoge, angeblich derselben, in welcher Jesus sich als den Erfüller von Ies. 6s bezeichnete (Luk. H, f6 ff.). Den übrigen Teil dieses Sonntags verlebte ich im Hause des Predigers G. Nachdem ich bei ihm zu Abend gegessen, nahm ich an dein englischen Gottesdienst teil, den er in seinem geräumigen Mohnzimmer abhielt. Seine gehaltvolle und mit großer Märme vorgetragene predigt behandelte 2. Mose 2, f- Im Gasthause wartete meiner eine unangenehme Überraschung. Eine zahlreiche Reisegesellschaft, die von einem Agenten des englischen Reiseunternehmers Look geleitet wurde, hatte dasselbe überschwemmt. Da das mir eingeräumte Zimmer mit zwei Betten versehen war, mußte ich es einer Familie überlassen und mit einem bescheidenen Lager in einer Vorstube fürlieb nehmen. Die neuen Ankömmlinge waren nicht so glücklich gereist wie ich. Sie hatten in den Sümpfen der Ebene Iesreel einen Teil ihres Gepäcks und ihrer Zelte im Stich lassen müssen. Eins der Maultiere war dort gestürzt und hatte sich am Leitstrick erwürgt. Lin anderes war in Nazareth halbtot angelangt. So hatten sich die Reisenden genötigt gesehen, hier ein Obdach zu suchen. In der Erinnerung an alle Bewahrungen, die ich auf meiner Reise durchs Land erfahren hatte, söhnte ich mich mit der anfangs sehr unwillkommenen Vertreibung aus meinem behaglichen Zimmer allmählich aus. Besonders dankbar war ich auch dafür, -aß ich nicht mit einer solchen buntgemischten Gesellschaft hatte reisen müssen. XXI. Per kehle Jag. Mein Wirt besorgte mir am f6. März in aller Frühe die nötigen zwei Pferde und ihren Begleiter für den Ritt nach Haifa, der Stadt am Karmel, von der aus ich die Rückreise nach Europa antreten wollte. Der Morgen war prachtvoll. Vom tiefblauen Himmel schaute das majestätische Sonnenauge herab auf die jedem Thristen teuere Bergstadt und die Landschaft, deren Mittelpunkt sie ist. Mie drinnen Handel und Gewerbe blühen, so. daß;. B. 5 Dampfmühlen im Betrieb sind, so liegen die Bewohner Nazareths draußen dem Acker-

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