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Dibre Emeth · 1892-01-01 · 1 (1892) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
48 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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2 trug auch das hieran sich anschließende Lflller'sche Gedicht in ihr Tagebuch ein, dessen erster Vers folgendermaßen lautet: ,,HLrr, meine Leibeshütte Linkt nach und nach zu Grab. Gewähre mir die Bitte Und brich sie stille ab!^ Wohl dem, der in der Zeit fleißig der Ewigkeit gedenkt und auf dem zum himmlischen Jerusalem führenden Wege wandelt I Die bei der Beerdigung gehaltenen Reden und andere Erinnerungen an die Entschlafene habe ich in einem als Manuskript gedruckten Hefte zusammengestellt und allen zugesandt, die mir ihre Teilnahme an meinem Schmerz bezeugten. Die kleine Schrift bildet eine Ergänzung zu dem früher veröffentlichten Lebensbilde meines i. I. \865 Heimgegangenen Vaters, welches, so Gott will, bald in neuer Bearbeitung erscheinen wird. w. Becker. Jm Lande Immanuels. (Fortsetzung von Jahrgang S. 9^.) Eine geistliche Bewegung unter den Israeliten von Tiberias herbeizuführen, ist die Aufgabe der hier bestehenden Mission der freien Airche Schottlands. Schon (838 kamen einige schottische Prediger hierher, um nachzuforschen, ob hier eine Missionsthätigkeit eröffnet werden könne. (885 waren ein Geistlicher und zwei Arzte der Freikirche in Tiberias und gewannen die Überzeugung, daß diese Stadt ebenso wie Safed sich zum Arbeitsfeld eignen würde. So entsandte die genannte Airche (88^ einen Missionsarzt, Dr. T., später eine Missionslehrerin, Frl. F., (888 einen Missionsprediger, £}m. E. Im Jahr (890 wurde ein schottischer Lehrer nach Safed berufen und ihm ein eingeborener Arzt beigegeben, unter welchem zwei jüdische Apothekergehilfen arbeiten. Der dortigen Erziehungsarbeit, die zuerst sehr gute Fortschritte machte, erwuchsen bald große Schwierigkeiten. Doch besuchen immer noch einige Dutzend Ainder die Mädchen- und die später entstandene Anabenschule. Die Schule in Tiberias war anfangs, etwa zwei Jahre lang, im Haufe des Arztes. Jetzt besitzt man für die zweiklassige Mädchenschule und die (890 eingerichtete einklassige Anabenschule besondere gemietete Däuser. Die 50—60 Ainder (darunter (7 Anaben) werden von drei Lehrkräften unterrichtet. Der eingeborene Lehrer stammt aus dem Libanon. Die Eltern der Anaben sind Ehristen und Muhammedaner, die der Mädchen zumteil auch Juden. Auch in Tiberias stehen dem Arzt zwei Gehilfen, ein juden-christlicher und ein jüdischer, zur Seite. Dr. T. hat dreimal wöchentlich eine Sprechstunde, die jedesmal mit der Vorlesung eines Schriftabschnittes begonnen wird, woraus eine Ansprache oder religiöse Unterredungen mit den Aranken folgen. An jedem Sonntag wird morgens ein englischer, abends ein arabischer Gottesdienst gehalten. An der Sonntagsschule, in welcher man an dem einen Sonntag das Neue, an dem andern das Alte Testament behandelt, nehmen 50—60 Ainder teil. Au den zweimal wöchentlich stattfindenden Gebetsstunden kommen hin und wieder Juden, manchmal

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