Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 47 (1891)
- Issue
- 9 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Sermon, zwei Stunden südlich von hasbeia, findet sich Asphalt. Lr wird dort gegraben und kommt dann gereinigt in den Handel. . Die Fläche, welche das Tote Meer einnimmt, beträgt qkm, ist also 376 qkm größer als der Bodensee. Das Südende vermochten wir von unserm im Norden liegenden Standort aus nicht zu sehen. Die größte Tiefe beträgt nahezu ^00 m. Lin Abfluß ist nicht vorhanden, aber die Verdunstung des Wassers in der auf demselben lagernden heißen Luft sehr bedeutend. Als diese Gegend, die mich an Alpenkandschaften erinnerte, noch nicht von Gottes' Gerichten betroffen rvor- -den war, besaß sie einen großen Reichtum an Süßwasser (\. Mose ^5). während wir nach dem Bade uns anschickten, in der Richtung -auf den Jordan hin weiterzuziehen, traf eine europäische Gesellschaft zu Pferde ein, in welcher auch das weibliche Geschlecht vertreten lwar. Allein das Gefühl der Einsamkeit wurde dadurch kaum verscheucht. Auch späterhin fiel es mir auf, wie menschenleer dieser ganze Landstrich ist. (Fortsetzung folgt.) Kleine MWorrs?ertimg III. Miss. Rosenstrauch in Lemberg macht die traurige Wahrnehmung, daß die galizisch-jüdischen Gegner des Evangeliums ihre Waffenrüstung zumteil von frivolen deutschen Bücherschreibern empfangen. Er meint, nächst Frankreich sei Deutschland das Land, von dem aus der Unglaube sich über ganz Europa verbreite. Auf den Missionsreisen, die er im Lauf' dieses Sommers unternahm, erlebte er manche Freude. Die kaiserlichen Bezirkshauptleute, welche den vom Statthalter in Lemberg ausgestellten Paß des Missionars zu visieren hatten, sprachen ihm ihren Dank und ihre Teilnahme an seiner Arbeit aus. Reiner entließ ihn ohne Händedruck. — In Warschau taufte Dr. Ellis im Mai d. I. *4, irrt Juni *6 Israeliten, wenn -ein Jude sich nur dem Druck der Verfolgung entziehen will, so tritt er gewöhnlich der russischen Rirche bei. — Am Ostersonntag taufte Miss. Mühlenbruch in Bukarest eine jüdische Witwe und ihre 4 Rinder. Der älteste Sohn ist 2* Jahr alt und Pferdebahnschaffner. Zwei Tächter im Alter von \2 und 9 Jahren besuchen die Missionsschule. Das jüngste Glied der Familie ist ein 6jähriger Rnabe. Auch der Vater der Rinder neigte dem Christentum zu, obwohl er als Jude starb. — Miss. Mamlock in Paris hält seine Versammlungen jetzt wieder in der Bus dii Boi de Sicile (No. 2) ab. — Die *83* gegründete „Trinitarische Bibelgesellschaft" in London, die im letzten Jahr 227 036 Bibeln und Bibelteile in 2\ Sprachen verbreiten durfte, unterstützte 40 Missionsgesellschaften mit Freiexemplaren. Ihr hebräisches Neues Testament (von Salkinson) erschien schon in dritter Auflage. Jetzt läßt sie eine jüdisch-deutsche Bibel drucken. — Bei einem Missionsgottesdienst in der Rathedrale zu Manchester, zu welchem der erste Geistliche der Rirche, Dekan Maclure, die jüdischen Bewohner der Stadt schriftlich eingeladen hatte, erschienen über 350 derselben neben zahlreichen Christen. — Die irisch-presbyterianische Rirche treibt Judenmission in Damaskus und in Hamburg-Altona. Die Gottesdienste in der Hamburger Jerusalemskirche wurden zufolge des im Juni d. I. zu Belfast erstatteten Berichtes im letzten Missionsjahr von manchen Israeliten besucht. An dem täglich stattfindenden Unterricht von Taufbewerbern nahmen 4—9, später *5—20 und sogar 25 teil. Die außerdem einmal wöchentlich abgehaltene Abendversammlung hatte 20 Teilnehmer. Zehn Glieder des alten Bundes empfingen die Taufe. Für die nach Hamburg verschlagenen russisch-jüdischen Auswanderer eröffnete die Gattin des Miss. Frank eine Suxpenküche. — Am 23. Mai d. I. wurde in Jerusalem der Grundstein zu der neuen Mädchenschule der L. I. M. auf dem Hügel Gareb (Jer. 3*, 39) gelegt. Das Gebäude ist für 50 Zöglinge bestimmt. — Bei seinem Besuch in der hl. Stadt hinterließ der frühere Raiser von Brasilien s. Zt. ein Raxital für die Erziehung armer Rnaben daselbst. Als Zinsertrag aus demselben wurden jüngst der L. I. M. in Jerusalem nahezu